Faszinierende Grenzgänge zu fremden Kulturen

Begegnungen mit Menschen aus aller Welt – das ist die Leidenschaft der Beruf(ung)sreisenden Hartmut Fiebig und Ramin Houchmand. Um Neugier für fremde Kulturen zu wecken, haben sie 2003 grenzgang – das Forum für Reisen, Kultur und Medien – ins Leben gerufen. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend: Binnen kurzer Zeit haben sie Deutschlands bekannteste Travelmaniacs als Referenten gewonnen.

Globetrotter, Weltumsegler, Reisejournalisten, Forscher und Fotografen berichten in mitreißenden Dia- und DV-Multivisionsshows auf Großleinwand von ihren Abenteuern. Um die wahren Gesichter anderer Länder kennen zu lernen, ist jeder Erlebnisbericht eingebettet in ein spezielles Rahmenprogramm. grenzgang regt an, mit dem Kopf unterwegs zu sein: Kulinarische Köstlichkeiten, kulturelle Acts wie Livemusik, Malerei, Schauspiel oder Fotografie, landestypische Dekorationen sowie eine Reisebibliothek lassen die Besucher für einige Stunden in fremde Welten eintauchen. Das facettenreiche Programm ist im November 2003 in Köln gestartet und zog bereits in der ersten Saison rund 10.000 Besucher an. Das hat die Überzeugungstäter Fiebig und Houchmand dazu bewogen, in der Saison 2004/2005 auch in Düsseldorf grenzgänge zu veranstalten...

Reisen bedeutet für die grenzgänger ein Anfang, um Ignoranz ein Ende zu setzen. Doch durch Krieg, Terroranschläge und Epidemien, aber auch durch den Wandel der Gesellschaft haben sich Reiseverhalten und Reiselust in Deutschland nachhaltig verändert. „Wir wollen Missverständnisse und Vorurteile auflösen“, erklärt der Kölsch-Perser Ramin Houchmand. „Am einfachsten geht das, wenn sich Menschen persönlich begegnen.“ Deshalb lädt grenzgang ein, die Reiseabenteuer anderer mit allen Sinnen nachzuspüren. Dabei wird jeder ermutigt, seine eigenen Erfahrungen zu machen und kulturelle Grenzen zu überschreiten – mit dem Körper wie mit dem Kopf.

„Es ist doch paradox, dass Menschen allerorten trotz Globalisierung und Datenhighways so wenig über die Denk- und Lebensart, die Realität und Normalität anderer Kulturkreise zu wissen scheinen“, merkt Hartmut Fiebig zur kulturellen Völkerverständigung im Zeitalter der Kommunikation an. Besonders durch die Ereignisse und Entwicklungen in den letzten Jahren sei klar geworden, dass es hier ein Manko der herkömmlichen Medien auszugleichen gilt.