Feuerland – Segeltörn am Ende der Welt

Sagenumwoben und sturmgepeitscht – der Feuerländische Archipel zählt zu den Erdteilen, die traditionell mit dem „Ende der Welt“ assoziiert werden. Um dieses Labyrinth aus unzähligen Kanälen, Fjorden und Inseln zu erkunden, gibt es nichts besseres als ein Segelboot. Ralf Gantzhorn hat eine Expedition organisiert, um die Wildnis mit ihren Gletschern und uralten Wäldern weitab jeglicher Zivilistion zu erkunden. Sein Ziel: einer der entlegensten und schwierigsten Berggipfel der Erde – der Monte Sarmiento.

Ralf Gantzhorn hat uns Aufzeichnungen über seine Expedition 2016 zur Verfügung gestellt – lest hier, was der Bergsteiger und GRENZGANG-Referent während seines Segeltörn am Ender der Welt aufregendes erlebt hat….

WELLEN, WIND & WOLKENTÜRME

15. März 2016: Endlich angekommen in Ushuaia. Der organisatorische Teil unserer Reise ist durch, sämtliche Lebensmittel eingekauft. Und unser Boot, die „La Pinta“, ist ein Traum: Rund 16 Meter lang bietet der Zweimaster genügend Platz für uns alle.

17. März: Wir sind unterwegs. Es ist kalt geworden, oberhalb 500 Meter schneit es. Gerade noch eine letzte SMS an die Lieben zu Hause geschrieben – das war’s dann mit der Zivilisation. Der Tag gestern in Puerto Williams war extrem anstrengend. Ein Behördengang jagte den nächsten. Zunächst sah es so aus, als würden alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Als wir dann aber zur „Capitaneria“ gingen, um unsere Auslauferlaubnis abzuholen, hieß es plötzlich, dass wir zwar auslaufen dürfen, aber nur bis zur Brecknocklaufen Passage segeln dürften. Alles darüber hinaus würde in Punta Arenas entschieden und von dort läge noch nichts vor. Unfassbar. Wir sind trotzdem ausgelaufen und hoffen, dass wir dieses letzte Papier bald per Satellitentelefon bekommen werden. Bei der chilenischen Marine müssen wir uns eh jeden Tag melden.

18. März: Unser Ankerplatz ist heute die Bucht von Yen degaia. Die dortige Farm wurde mittlerweile verlassen, dafür scheinen Straßenbauarbeiten bis auf wenige Kilometer an die Bucht herangerückt zu sein. Der landschaftlichen Schönheit tut das keinen Abbruch. Fritz und Jochen sind zur Akklimatisation auf den Cerro de las Mujeres gestiegen, während ich den ehemaligen Farmwegen in das Tal des Rio Stoppani gefolgt bin. Über die scheinbar endlosen Wiesen galoppierteneinige Pferde und in der Ferne war Hundegebell zu hören. Anscheinend wurden die Tiere mit Aufgabe der Farm einfach ausgewildert. Am Himmel kreisten Dutzende von Kondoren und ein paar Adler.

19. März: Eine Bucht weiter. Von Yendegaia segelten wir parallel zur „Avenida de los Glaciares“, wie dieser Teil des Beagle-Kanals mittlerweile spektakulär touristisch getauft wurde, bis in den Pia-Fjord. Mehrere Gletscher kalben hier direkt ins Meer. Wir ankern jetzt in der Caleta Beaulieu und genießen, umgeben vom immergrünen Regenwald, den Blick auf die im Ostarm des Pia-Fjords ins Meer kalbenden Gletscher. Darüber erheben sich die höchsten Berge der Darwin-Kordillere. Leider sind sie in Wolken gehüllt.

20. März: Es regnet und regnet und regnet. Erste Diskussionen kommen auf: Bleiben wir im Pia-Fjord, um Filmaufnahmen vom Boot und den kalbenden Gletschern zu machen, oder fahren wir weiter? Unsere Uhr tickt. Vorerst können wir aber so oder so nicht aus – draußen auf dem Beagle-Kanal blasen gemäß Wetterbericht Böen bis zu 100 Knoten/Stunde.

21. März: Wow, hier kann doch die Sonne scheinen! Plötzlich, gegen Mittag, riss die Wolkendecke auf und wir fuhren in den Westarm des Pia-Fjords. Delfine spielten in unserer Bugwelle, Pinguine tauchten direkt neben dem Boot auf, alle Berge leuchteten wie Eis umkrustete Märchenschlösser. Dann der Gletscher am Ende des Fjords. Atemberaubend – er schließt mittlerweile den gesamten Fjord ab. Vor 17 Jahren, als ich das erste Mal hier war, konnte man noch südlich des Gletschers landen und auf das Eis gehen. Mittlerweile liegt der komplette Strand unter dem Eis und die Bäume wurden niedergewalzt. Ursache dafür ist letztendlich auch die Klimaerwärmung. Feuerland erhält deutlich mehr Niederschläge als noch vor 15 Jahren. Dadurch, dass speziell dieser Gletscher ein sehr hoch gelegenes Nährgebiet hat, wird mehr Eis produziert, das sich dann in den Fjord schiebt. Ansonsten ist es hier jedoch wie überall auf der Welt: Die Gletscher ziehen sich in besorgniserregendem Tempo zurück.

22. März: Ein sehr gelungener Segeltag. Wir sind ein großes Stück weiter nach Westen gekommen. Gigantische Wolkentürme mit gelegentlichen Schauern begleiteten uns. Der Wind wird immer stärker, doch die „La Pinta“ liegt zum Glück fantastisch im Wasser.

23. März: Da immer noch keine Genehmigung aus Punta Arenas vorlag, durften wir Caledon Silva nicht verlassen. Stattdessen erneute Telefonate. Schließlich die Funknachricht, dass das das Papier gegen Mittag kommen würde. Es kam es tatsächlich und wir konnten gegen 12.30 Uhr den Anker lichten. Viel Wind, viel Welle – ein wilder Ritt bis zur Isla Brecknock. Heute Abend dann plötzlich alles ruhig mit einem honiggelben Vollmond am Horizont.

WARTEN AUF BESSERES WETTER

26. März: In der Nacht starke Böen, die im Zehn-Minuten-Takt durch die Bucht fegten. An ein weiteres Fortkommen nach Westen ist zur Zeit nicht zu denken. Seit drei Tagen geht das nun schon so. Unsere Laune ist entsprechend mäßig. Gestern sind wir in Richtung des höchsten Berges der Insel gewandert. Bald waren wir so nass und durchgefroren, dass wir zurückgingen.

28. März: Endlich etwas weiter nach Westen gekommen! Wir liegen jetzt im Canal Ocasion. Eine Landschaft wie im Urzustand, Granit pur, frisch von den Gletschern der letzten Eiszeit poliert.

30. März: Hurra, wir haben’s geschafft! Wir liegen im Seno Negri in Sichtweite des Monte Sarmiento. Allerdings scheint der Ankerplatz aus Sicht unseres Skippers eine Katastrophe zu sein. Ganz unrecht hat er damit leider nicht: Immer wieder kommen unfassbar starke Böen und schütteln das Boot durch, reißen an den Leinen bis zu ihrer Belastungsgrenze. Wenn tatsächlich eine reißen würde, lägen wir auf dem Strand. Dementsprechend läuft der Motor. Wasserpumpe und Beleuchtung sind ausgestellt um Energie zu sparen. Es ist zu spät, um den Ankerplatz noch einmal zu wechseln – wir werden heute Nacht Ankerwache schieben müssen. Unsere Idee, den Monte Sarmiento von Westen zu besteigen, können wir damit begraben, denn bleiben können wir hier nicht. So schön der Sarmiento sich auch vorhin kurz zeigte. Die Entschleierung des magischen Berges – eine halbe Stunde lang.

31. März: Es hat geschneit und Böen bis 50 Knoten fegen durch den Fjord. Aber Leinen und Anker haben gehalten. Jetzt warten wir auf eine Wetterlücke, um rüber auf die Ostseite des Berges, in die Caleta Escandallo zu fahren. Der Wetterbericht für die kommende Woche ist ein Desaster.

1. April: Der 18. Regentag. Es ist auch in der Kajüte so kalt, dass ich kaum schreiben kann. Draußen toben wieder Windböen, allerdings jetzt durch die Caleta Escandallo, in die wir es tatsächlich geschafft haben. Eigentlich meine „Heimatbucht“, in der ich, wenn ich alle meine Aufenthalte zusammenzähle, fast fünf Monate verbracht habe. Im Moment ist diese „Heimat“ jedoch so unwirtlich, dass niemand hier zu Hause sein möchte, nicht einmal ich.

2. April: Der Wind heult und pfeift in den Wanten, der Regen prasselt wie in einer Autowaschanlage. Trotzdem träume ich noch immer vom Monte Sarmiento, vom Schönwetterfenster, das wider Erwarten doch noch kommen wird.

4. April: Gestern sind wir zum Zeltplatz hoch, die erste wirkliche Annäherung an den Berg. Zum 19. Mal bin ich durch den Wald und die Moosrampe hinaufgestiegen. Es hat sich kaum etwas verändert seit meinem letzten Besuch. Die Moosmännchen stehen noch, ein neuer Erdrutsch, der Ast über dem Bach musste mit der Machete etwas frei geschlagen werden, oben lag Schnee. Aber die Gletscher haben sich stark zurückgezogen. Statt direkt auf das Eis zu gehen, mussten wir unterhalb der Séracs glatt geschliffene Felsen queren. Sehr unangenehm und heikel. Auf jeden Fall ist jetzt ein Großteil der schweren Ausrüstung am Beginn der großen Gletscher. Und der Fuchs ist wieder da. Er schleicht über den Strand der Caleta Escandallo und schaut neugierig rüber zum Boot.

5. April: Der Wetterbericht sieht „bescheiden“ aus. Es wird immer wahrscheinlicher, dass unsere Expedition ein Fehlschlag wird. Wir sollten uns mit dem Gedanken anfreunden. Vier Wochen Mistwetter, mal wieder.

LETZTE CHANCE AUF DEN GIPFEL

10. April: Aus und vorbei. Das war das Erste, was mir in den Sinn kam, als wir gestern wieder unten am Strand standen. Dann habe ich mich innerlich von „meinem“ kleinen Bäumchen, der Moosrampe, dem Sarmiento und dem Fuchs verabschiedet. Aber von Anfang an: Am 9. April sind wir noch mal zum Berg hinaufgestiegen. Die Wettervorhersage gab Anlass zur Hoffnung. Aufgestanden um 6.30 Uhr, auf dem Boot lag Schnee. „Wollen wir wirklich los?“ Wir wollen – letzte Chance. Um 9 Uhr stehen wir am Strand, bis Jochen mit der Kameraausrüstung übergesetzt hat wird es 10 Uhr. Ein Schneeschauer nach dem anderen zieht von Westen über die Bucht. Durch den triefend nassen Wald führt die erste Etappe, von jedem Baum, jeden Strauch peitscht uns Schnee ins Gesicht. Zum Glück haben wir Gummistiefel an, auch wenn die Füße darin bald zu Eisklumpen gefrieren. Auf der Moosrampe fließt in jeder Rinne Wasser unter den Schnee, bald stiefeln wir durch eine geschlossene Nassschneedecke. Auf 450 Metern weht uns der Wind Eiskristalle ins Gesicht. Vorteil: Die nassen Gore-Tex-Klamotten trocknen. Kurz vor Ende der Moosrampe ziehen wir die Gummistiefel aus und Bergstiefel an. Damit ist auch das erste Paar Handschuhe komplett nass, kein Gefühl mehr in den Fingern. Wir steigen weiter bis unter die Kletterstelle am Beginn der Felsen. Der Wind bläst uns hier fast weg, unfassbare Naturgewalten. Wir können im Sturm kaum atmen und sinken in den unsichtbaren Rinnen zwischen den Blöcken bis zur Brust im Schnee ein. Ab und zu rutschen wir auch ab und fliegen irgendwo ins weiße Nichts. Nach insgesamt sieben Stunden erreichen wir die zuvor deponierte Ausrüstung, normalerweise braucht man für die Strecke nur drei oder vier Stunden. Aber wir sind froh, zumindest das geschafft zu haben. Es fühlt sich an wie ein kleiner Sieg. Weiter, zum eigentlichen Basislager des Berges am Collado Este, werden wir unter diesen Bedingungen jedoch nicht kommen, soviel ist klar. In einem Windkolk versuchen wir eine Schneehöhle zu graben, aber nach einem Meter Schnee kommt Eis. Also zelten wir und nach insgesamt zwei Stunden graben und schaufeln stehen auch unsere filigranen Hightech-Burgen. Über den Gletscher rauschen immer noch die Böen, aber die Abstände zwischen den einzelnen Windstößen werden größer und im Kolk ist es weitgehend geschützt. Im Zelt diskutieren wir über die Chance eines Gipfelversuchs. Aufgrund des Neuschnees halte ich den Berg für unerreichbar, aber Fritz und Jochen wollen trotzdem um 2 Uhr aufstehen.

AUF DEM CUERNO NEGRO
Das Aufstehen erübrigt sich, die Niederschläge dauern bis 4 Uhr morgens an, wenn auch mit weniger Wind. Um 6.30 Uhr stehen wir auf, alles grau in grau. Der Plan ist jetzt, auf das Cuerno Negro zu steigen – besser ein kleiner Gipfel als gar keiner. Als die Sonne aufgeht, zieht der Sarmiento langsam frei. Ein Schauspiel, das uns völlig gefangen nimmt. Ein Traum von einem Berg, berauschend schön und leider wieder einmal unerreichbar. Gebannt vom Blick auf den Gipfel vergessen wir die Zeit, bis sich gegen 11 Uhr erneut eine Sturmkappe darüber legt. Wir beschließen, trotzdem noch auf das Cuerno Negro zu steigen. Drei Stunden später erreichen wir den kleinen Gipfel. Vielleicht sind wir die ersten Menschen hier oben, wir wissen es nicht. Ganz kurz zieht eine blaue Lücke über die Landschaft, lässt uns verharren und die einmalige Szenerie aus Bergen und Meer in all ihrer Schönheit bewundern. Ein Moment, der alle Strapazen irrelevant erscheinen lässt. Allerdings hatten wir, wenn man es zusammenzählt, während unserer vierwöchigen Expedition höchstens 20 Stunden Sonne. Eine verdammt schlechte Quote. Eigentlich ein Grund nie wieder hierher zu kommen. Und ein wenig habe ich auch tatsächlich die Nase voll. Trotzdem bin ich am Ende dieser Reise glücklich, sie unternommen zu haben. Ich empfinde es weiterhin als ein Privileg, mit dem Segelboot eine der ursprünglichsten Landschaften unseres Planeten erkunden zu dürfen. In einer Natur, die hier noch alles bestimmt, wo es fast keine Verschmutzung gibt, kein Handy, kein Internet, einfach vier Wochen mit ein paar Freunden am Ende der Welt. Erneut ohne Gipfelerfolg nach Hause reisen zu müssen, tut zwar ein wenig weh, aber der Monte Sarmiento wird auch weiterhin über seiner Bucht im Süden Feuerlands thronen. Ob es allerdings ein achtes Mal für mich geben wird – ich weiß es nicht…

Der Geologe und Fotograf Ralf Gantzhorn klettert seit 1983, fotografiert seit 1985 und ist als Norddeutscher immer hin und her gerissen zwischen den viel zu weit entfernten Bergen und der frischen Seeluft. Kompromisse findet er in Skandinavien, Schottland und Patagionien. In Chile und Argentinien hat er mittlerweile über fünf Jahre verbracht. Ralf Gantzhorn ist Autor zahlreicher Trekkingführer und Bildbände.

Für diejenigen, die Lust haben selbst nach Feuerland aufzubrechen, gibt es hier ein paar Reiseinfos.

Ihr möchtet noch mehr über Feuerland erfahren? Ralf Gantzhorn ist mit seiner Reise-Reportage „Patagonien & Feuerland“ am 14. Januar in Düsseldorf und am 21. Januar in Köln zu Gast.

Anreise:
Die Anreise nach Feuerland erfolgt erfolgt in der Regel über die internationalen Flughäfen von Santiago (Chile) bzw. Buenos Aires (Argentinien). Die Flugzeit beträgt zwischen 14 und 16 Stunden. Der Weiterflug nach Feuerland ist auf der argentinischen Seite leichter, da Direktverbindungen von Buenos Aires nach Ushuaia. bestehen. Wer über Santiago anreist, muss zunächst weiter nach Puntas Arenas und steigt dort in eine Propellermaschine der Firma DAP (www.aeroviasdap.cl) um. Diese fliegt je nach Wetterlage mehr oder weniger pünktlich nach Puerto Williams.

Einreise
Zur Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigt man sowohl in Chile als auch in Argentinien lediglich einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Am Flughafen wird dann ein 90 Tage gültiges Touristenvisum ausgestellt.

Klima & Reisezeit
Feuerland ist klimatisch zweigeteilt: Während im Norden flache, dürre und vom Wind durchtoste Ebenen vorherrschen, schießen im Süden und Südwesten des Archipels bis zu 2.500 Meter hohe Berge ohne Übergang direkt aus den Fjorden empor – raue Küstenlandschaften liegen neben hochalpin anmutenden Gletschern, die sich ins Meer ergießen, und nur wenige Schritte weiter wächst immergrüner Regenwald mit seiner hochspezialisierten Bergflora.
Mit über 6.000 mm Niederschlag zählt der Westen Feuerlands zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Als angenehmste Reisezeit gilt der Südsommer, also die Monate zwischen Oktober und April. Doch auch dann muss mit schlechtem oder zumindest abwechslungsreichem Wetter gerechnet werden. Die Niederschlagsmengen nehmen dabei generell von Südwest nach Nordost ab. Die Temperaturen sind durch die Nähe zum Meer relativ ausgeglichen frisch und liegen beispielsweise in Ushuaia im Durchschnitt bei 5 Grad.

Ushuaia
Ushuaia, auf der argentinischen Seite des Beagle-Kanals gelegen, ist der touristische Hauptort Feuerlands. Die Stadt ist der Endpunkt der Panamerikana und aufgrund des internationalen Flughafens hervorragend an den Rest der Welt angebunden. Von Ushuaia aus lassen sich eine Reihe von Exkursionen und Trekkingtouren unternehmen. Beliebte Ausflüge sind zum Beispiel ein Besuch der Estancia Haberton, von wo aus man mit dem Boot zur Pinguininsel Isla Martillo übersetzen kann, und natürlich der etwas westlich gelegenen Feuerland-Nationalpark. Puerto Williams Puerto Williams ist das chilenische Gegenstück zu Ushuaia und liegt am Südufer des Beagle-Kanals. Touristische Highlights in der Umgebung sind u.a. die 4-tägige Trekkingtour um die „Dientes de Navarino“, ein Gebirgsmassiv südwestlich des Ortes und der Aussichtspunkt Cerro la Bandera etwas südlich der Stadt.

Segelboote
Viele Ziele, ob Kap Hoorn oder die Kanäle, lassen sich in Feuerland nur per Boot erreichen. Angesichts dieser Tatsache hat sich in Puerto Williams eine kleine internationale Gemeinde von Skippern angesiedelt, die Törns von der Antarktis über die Falklands bis zum Monte Sarmiento oder Kap Hoorn anbieten. Startpunkt der Reisen ist aufgrund des Flughafens und des besseren Lebensmittelangebotes fast immer Ushuaia in Argentinien. Da der interessante Teil Feuerlands jedoch in Chile liegt, müssen alle Boote im Anschluß zur Erledigung der Zollformalitäten nach Puerto Williams.

Der Text ist ein Auszug aus der Reportage „Feuerland – Segeltörn am Ende der Welt“, erschienen im terra-Magazin(Ausgabe 3/2017).



Veröffentlicht von Patricia Pilgram am 5. Dezember 2017 in der Kategorie »Aus aller Welt« mit den

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