Interview mit Christoph Rehage über das Abenteuer seines Lebens: 4645 km zu Fuß durch China

Veröffentlicht am 17. März 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Christoph Rehage ist ebenso wenig der klassische China-Tourist wie der typische Deutsche: Drei Jahre lebt und studiert er in Peking, bis er zu seinem Lebensprojekt „The Longest Way“ aufbricht: Zu Fuß will er von Peking bis in seinen Heimatort Bad Nenndorf in Norddeutschland gehen. 4646 Kilometer bringt er im ersten Jahr hinter sich und durchquert China von Ost nach West, in den darauffolgenden Jahren schafft er es Schritt für Schritt weiter – mittlerweile ist er in mehreren Etappen und nach über 6000 Kilometern in Usbekistan angekommen.

Währenddessen postet er im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo (vergleichbar mit Twitter) seine Gedanken auf Chinesisch und über China, mal unterhaltsam, mal kritisch. Über 800.000 Nutzer folgen ihm. Er erhält mehrere chinesische Tageszeitungskolumnen. Auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit spürt er, dass die Luft dünner wird, es hagelt immer wieder Kritik. Mit einem bissigen Kommentar auf Weibo macht sich Rehage bei den Zensoren schließlich endgültig unbeliebt, über Nacht wird sein Konto gelöscht, er verliert seine Kolumnen, alle seine von ihm veröffentlichten Artikel werden aus dem Netz gelöscht. Ende Juli 2016 bricht er zum vierten Mal auf, um sein Ziel, zu Fuß von China nach Deutschland zu gehen, fortzusetzen.

Katharina Maksym hat mit ihm Sprachmemos via WhatsApp ausgetauscht. Ein Chat-Verlauf von einem kleinen Schreibtisch in Köln zu einem 5700 Kilometer entfernten, pinken Hotelzimmer, irgendwo in der Nähe von Taschkent:


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Mit dem Oldtimer auf Weltumrundung. Ein Interview mit Sabine Hoppe und Thomas Rahn.

Veröffentlicht am 13. Februar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage


Mit ihrem Oldtimer „Paula“ brechen Sabine Hoppe und Thomas Rahn auf in die Ungewissheit der Fremde – zu ihrem ganz eigenen „Abenteuer Weltumrundung“. Dass die „drei“ gemeinsam sechs Jahre unterwegs sein werden, ahnen sie zu Beginn ihrer Reise nicht. Katharina Maksym hat mit ihnen über ihre außergewöhnliche Weltumrundung gesprochen:

Wohin ging es mit eurem Oldtimer?

Thomas: Als wir im Spätherbst 2009 mit Paula aufgebrochen sind, hatten wir Lust, die Welt ein wenig besser kennenzulernen. Wo wir auf dieser Reise genau hinkommen würden, wussten wir noch nicht. Sechs Jahre später sind wir zurückgekehrt und hatten 54 Länder auf fünf Kontinenten druchquert und dabei einmal die Erde umrundet. Unsere Reise führte von Deutschland durch Osteuropa bis in den Nahen Osten, entlang der sagenumwobenen Seidenstraße, durch die Splitterrepubliken der ehemaligen UDSSR bis in die unwegsame Mongolei. Wir kämpften uns durch China bis nach Südostasien und erreichten dort ein erstes Ende der Welt. Doch wir wollten noch mehr kennenzulernen und brachten Paula mit einem Frachtschiff nach Nordamerika. Dort folgten wir der Idee, mit ihr entlang der Panamericana durch Nord-, Zentral- und Südamerika bis nach Feuerland zu reisen. Unsere Neugier war ungebrochen und wir stellten uns auch der letzten großen Herausforderung, der Durchquerung Afrikas von der Südspitze bis zurück in die Heimat. Alles in allem reisten wir mit Paula auf 120.000 Kilometern um die Erde.

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„Drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist.“

Veröffentlicht am 1. Februar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage

Bilder erzählen immer eine Geschichte, auch wenn diese nicht immer offensichtlich erscheint. Was alles Unvorhersehbares hinter dieser Fotografie steckt, verrät Thomas Sbampato.

Thomas Sbampato und die Moschusochsen

Ungefähr 50km vor der Prudhoe Bay im Norden Alaskas entdeckte ich zusammen mit meinem alaskanischen Freund und Beifahrer David Parkhurst eine Herde Moschusochsen. Wir waren müde von der ewigen Fahrt auf Schnee und Eis und nach ein paar schnellen Fotos fiel es uns leicht die Fotografenweisheit, drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist, zu ignorieren. Wir wollten nur noch eines, zur Prudhoe Bay – im Hotel einchecken. Die Moschusochsen verschoben wir auf später.

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Eine Reise-Präsentation entsteht … auf einer Reise!

Veröffentlicht am 6. Januar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt

Thorge Berger bei der Arbeit
Wie ich meinen Indien-Vortrag („Kumbh Mela“) in Thailand vorbereite.

Zunächst einmal Hallo!
Ich freue mich, jetzt bei GRENZGANG als Gast-Blogger dabei sein zu dürfen!
Als Patricia mit mir über die Idee gesprochen hat, dachte ich, als Reisefotograf bin ich vor allem gerne eins: unterwegs! Aber, warum nicht unterwegs auch mal bloggen!? Also, legen wir los …

Eine kurze Vorgeschichte
Vor ein paar Jahren verwirklichte ich mir mit meiner Frau Heike einen lange gepflegten Traum und wir nahmen uns eine „Auszeit“ von sechs Monaten, während der wir komplett unterwegs waren. Das war möglich, weil wir beide selbstständig sind, darauf gespart und die Auszeit lange vorher mit unseren Kunden besprochen hatten. Ein Teil der Absprache war, dass wir immer mal erreichbar sind. Es war ganz wunderbar, so lange unterwegs zu sein, und in allen Ländern, die wir damals besuchten, hat es uns sehr gut gefallen. (Oman, Indien, Bhutan, Thailand, Laos, Japan und Australien). In einigen waren wir allerdings länger als in anderen und in Thailand, genauer gesagt in Chiang Mai (einer Stadt im Norden des Landes), haben wir damals rund einen Monat verbracht. Wir entdeckten seinerzeit auch einen s.g. „Coworking Space“ um die Ecke von unserem Guest House in der Altstadt.

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Seenomaden – „Wir suchen die weißen Flecken auf der Seekarte!“

Veröffentlicht am 3. Januar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt

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Im Januar 2017 sind die beiden Weltumsegler Doris Renolder & Wolfgang Slanec mit ihrer Reise-Reportage „Frei wie der Wind“ in Düsseldorf und Köln zu Gast.
Für die aktuelle Ausgabe der GRENZGANG-News haben wir mit den Seenomaden über Merino-Unterwäsche, schüchterne Grönländer und den unvergänglichen Reiz des Abenteuers gesprochen:

Eure letzte Reise ging durch den hohen Norden. Was hat euch in die Kälte gezogen?

Doris Renoldner: Das klingt vielleicht komisch, aber wir wollten noch einmal ein Abenteuer erleben, uns ins Unbekannte wagen. Noch haben wir den Biss und die Energie, die dafür nötig sind. Südsee, das geht auch, wenn wir älter sind.

Was reizt euch an Grönland?

Wolfgang Slanec: Karibik, Passatroute, das ist Urlaubssegeln. Aber Urlaub ist nicht unser Ding, wir wollen reisen, etwas erleben und entdecken. Wenn du auf der üblichen Route unterwegs bist, eingebettet in den Strom der anderen Yachten, gelingt dir genau das nicht. Wir suchen die weißen Flecken auf der Seekarte, das reizt uns. Renoldner: Ich hatte bestimmte Bilder von Grönland im Kopf und wollte wissen, ob sie der Realität entsprechen.
Tun sie das?
Renoldner: Ja, absolut. Ich habe noch nie so viele Eisberge gesehen. Die Küste ist wild und karg, es gibt keine Bäume, nur Felsen und arktische Tundra.

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Gorillatrekking im Nationalpark Virunga

Veröffentlicht am 28. Dezember 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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Die beiden Kölner Lena Klemm und Tobias Seiderer sind ein Jahr lang kreuz und quer im alten Landy durch Afrika gefahren. Ihr Fazit: 57.000 Kilometer, 19 Länder, sieben platte Reifen, wunderschöne Landschaften, katastrophale Pisten, artenreiche Tierwelt, wahnsinnige Hitze, materielle Armut, pure Lebensfreude und fast schon beschämende Gastfreundschaft.

Als Vorgeschmack auf ihre Reise-Reportage „Transafrika“ am 29. Januar im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum berichtet das Abenteuer-Pärchen von einer ganz besonderen Begegnung im Kongo.

Ein Gastbeitrag von Lena Klemm und Tobias Seiderer:
Virunga – Zu Gast bei der Munyaga-Familie

Es ist noch dunkel, als wir morgens um 6 Uhr die Provinzhauptstadt Goma Richtung Norden verlassen. Wir sind unterwegs in den Virunga-Nationalpark, der die gleichnamige Vulkankette schützt und letzter Zufluchtsort für Afrikas Berggorillas ist. Bei Morgendämmerung geht es vorbei an Kindern, die nach „plastic bottles“ rufen, Panzern der UN-Blauhelmsoldaten und den ersten Tshukudu-Fahrern, die mit ihren selbst gebauten überdimensionalen Holzrollern Transportdienste anbieten. Unterwegs passieren wir etliche Polizeikontrollen, an denen man uns höflich begegnet, neugierig unseren Landy inspiziert und uns selbstgebrannten Schnaps anbietet.

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Viel Erfolg, Kuba!

Veröffentlicht am 7. Dezember 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

Bruno Maul ist seit vierzehn Jahren in Kuba unterwegs. Den Wandel bekommt er bei jeder Reise hautnah mit. Was bleibt in den Köpfen der Besucher nach einer Reise-Reportage? Gedanken nach der Show – von Bruno Maul.

Stille im leergefegten Saal. Ich wickle Kabel auf, packe Laptop und Beamer in meine Tourkiste und verstaue die Auslage meines Büchertisches in der Blechbox. Vor ca. einer halben Stunde war der Saal bis zum letzten Platz gefüllt. Jetzt ist der Saal leer – bin ich es auch? Das Gefühl nach so einer Veranstaltung ist schwer einzuordnen. Immer noch treibt es mir während des Vortrags das Adrenalin ins Blut und immer noch bin ich mir der Verantwortung bewusst, die ich vor allem gegenüber den Menschen habe, von denen ich in meiner Show berichte. Wie groß ist die Schnittmenge von dem, was ich erzähle und dem, was das Publikum aufnimmt?

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Auf Safari in Tansania, Kenia, Namibia und Simbabwe

Veröffentlicht am 30. November 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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Reiner Harscher war schon überall dort, wo man den Atem vor Faszination anhält, den Alltag einfach vergisst und die Kulisse perfekt ist, Orte, in denen Reiner Harscher den Einwohnern direkt in die Augen geblickt, exotische Tierwelten kennen gelernt und unberührte Naturlandschaften bestaunt hat. Orte, wie zum Beispiel Afrikas schönste Naturreservate.

Im Dezember ist der Reise-Fotograf mit seiner Reise-Reportage „Sehnsucht Afrika“ in Düsseldorf und Köln zu Gast. Mit atemberaubenden Aufnahmen und spannenden Geschichten nimmt er das GRENZGANG-Publikum mit auf Safari in Tansania, Botswana, Kenia, Namibia, Zimbabwe und Zambia.

Wir haben euch hier ein paar beeindruckende Aufnahmen zum Träumen und Staunen zusammengestellt.

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Ach, du große grüne Insel

Veröffentlicht am 3. November 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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© Hartmut Krinitz, Mit einer Länge von 8 Kilometern und einer maximalen Höhe von über 200 Metern sind die Cliffs of Moher in der County Clare eine der beeindruckendsten Naturszenerien der Insel.

Foto-Journalist Hartmut Krinitz zieht es immer wieder auf die grüne Insel – nach Irland. Neben den grandiosen Landschaften, der Allpräsenz des Meeres, der irischen Musik und Literatur beeindrucken den Fotografen vor allem seine Bewohner mit ihrer heiteren Melancholie und der entschleunigten Lebensart. Nach über 25 Reisen und einem Gesamtaufenthalt von mehr als 3 Jahren entstehen atemberaubende Aufnahmen und eine Hommage an ein kleines Land und seine Bewohner. Mit seiner Reise-Reportage „Irland“ tourt Hartmut Krinitz mit uns ab dem 15. November 2016 durch Aachen, Bochum, Düsseldorf, Krefeld, Köln und Münster.

In dem Vorwort seines Buches „Abenteuer Irland“ beschreibt der Irlandkenner die Einzigartigkeit der grünen Insel. Er erzählt von überlieferte Ansichten und Traditionen, von Bewohnern wie dem Geschichtenerzähler Eddie, von Reetkates und dem Wetter. Ein schöner Einblick in seine Reise-Reportage.

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Skurrile Gesetze aus aller Welt – was steckt dahinter?

Veröffentlicht am 27. Oktober 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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Es gibt schon sehr viele verrückte und absurde Gesetze und Gerichtsurteile weltweit. In unserer aktuellen Ausgabe der GRENZGANG-News haben wir euch die Skurrilsten vorgestellt. Zum Beispiel, dass Taxifahrer in England nur mit ihrer rechten Hand am Fahrzeug urinieren dürfen. Oder, dass das Monster von Loch Ness unter Naturschutz steht. Diese Gesetze erscheinen vollkommen sinnlos und bestehen dennoch. Heute möchten wir euch ein paar dieser kuriosen Gesetze und deren Hintergründe vorstellen:

In England darf eine Briefmarke, die die Königin oder den König abbildet, nicht kopfüber aufgeklebt werden.
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