Dirk Bleyer, Fotograf und Reise-Referent im GRENZGANG-Interview!

Veröffentlicht am 9. November 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Als Fotojournalist und Reiseerzähler präsentiert er seit mehr als 15 Jahren seine erfolgreichen Travelogues, die mit dem Prädikat „Leicavision“ ausgezeichnet wurden. Im Dezember ist er mit seinen beiden Reise-Reportagen „Island – Im Rausch der Sinne“ und „Südafrika – Von Kapstadt zum Krügerpark“ im GRENZGANG-Programm. Wir sprachen mit ihm über seine Reisen, seine Motivation und die Arbeit als Vortragsreferent.

Dirk, du bist studierter Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik. Wie bist du eigentlich zur Fotografie gekommen?
Ich hatte schon immer ein Faible für die Fotografie. National Geographic und Geo habe ich als Jugendlicher verschlungen und vom Reisen geträumt. Als ich dann zum ersten Mal mit dem Rucksack unterwegs war ging es gleich 2,5 Jahre durch Afrika und ab da war dann die Kamera immer mit dabei.

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„Du hast die Welt entdeckt, wir entdecken Dich!“ – Discovery Day 2017 in Laax

Veröffentlicht am 20. September 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, GRENZGANG aktuell

Auf unserer Erde leben über 7 Milliarden Menschen auf 149 Millionen km² Landfläche. Daraus ergibt sich eine fast unendliche Zahl von Begegnungen und Aufenthaltsorten und so eine noch unendlichere Zahl an Geschichten. Jedes Jahr versuchen wir ein spannendes Programm, mit außergewöhnlichen Geschichten zusammenzustellen. Oft ist dies nicht ganz leicht und wir machen uns selber auf die Suchen nach dem besonderen, dem überraschenden. Schon oft haben wir auch tolle Menschen mit außergewöhnlichen Erlebnissen entdeckt. Aber uns ist bewusst, da draußen in der Welt gibt es noch viel mehr davon. Wir kennen Sie einfach nicht.

Aus diesem Grund haben wir zusammen mit Explora Events und der Mundologia entschlossen, einen Newcomer-Wettbewerb ins Leben zu rufen. „Du hast die Welt entdeckt, wir entdecken Dich!“, lautet unser Motto. Ziel ist es, unbekannten Talenten die Möglichkeit zu geben, sich auf der Bühne auszuprobieren. Mit packenden Bildern und Filmaufnahmen erzählen sie live und persönlich von ihren einmaligen Abenteuern. Dabei geht es nicht um den perfekten Auftritt und Postkartenmotive, sondern darum, ob der Kandidat es schafft, das Publikum mit seiner Story mitzureissen – zum Lachen, zum Mitfiebern, zum Nachdenken, zum Wegträumen.

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ProgrammVorschau: Die Jäger des Lichts im November bei GRENZGANG!

Veröffentlicht am 5. Mai 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, GRENZGANG aktuell

Ingo Arndt, David Hettich, Markus Mauthe, Bernd Römmelt, Florian Schulz: sie sind die „Jäger des Lichts“ – und ständig auf der Jagd nach einmaligen Bildern! Sie fliegen mit 50 Kilo Übergepäck in Gegenden, in denen sich Polarfuchs und Karibu „Gute Nacht“ sagen, leben wochenlang im winzigen Zelt, lassen sich von Mücken zerstechen und schleppen Rucksäcke durch die Tundra, bis die Bandscheiben streiken. Warum tun sie sich das an? Weil sie mit Vorliebe aus unbekannten Welten berichten. Sie wollen uns Dinge zeigen, die wir mit eigenen Augen nicht zu sehen bekommen.

In dieser Reise-Reportage stehen fünf der bekanntesten deutschen Naturfotografen vereint auf einer Bühne und präsentieren live und persönlich ihre besten Bilder und Geschichten: Sie erzählen live und mitreißend von ihrer Motivation, ihren Einflüssen und Zielen sowie ihrer ganz individuellen Arbeits- und Herangehensweise.

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Bücher kaufen für den guten Zweck! Unser jährlicher Büchertisch am GRENZGÄNGER-Tag

Veröffentlicht am 2. Mai 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, GRENZGANG aktuell

Jedes Jahr nutzen wir unseren GRENZGÄNGER-Tag am Saisonabschluss, um mit einem Büchermarkt Spenden einzusammeln für eine Organisation, die uns berührt und besonders am Herzen liegt.
Unsere Referenten unterstützen uns dabei mit Bildbänden, DVDs, Kalendern, etc. und so entsteht ein Sammelsurium an Reiseliteratur, das euch zum Stöbern und Kaufen einlädt – der Erlös aus dem Bücherverkauf fließt ohne Umwege direkt an das Projekt.

Dieses Jahr haben wir uns für die Organisation Kongpo-Chukla e.V. von Olaf Schubert entschieden, die Medizin- und Schulbauprojekte in den Nomadengebieten Changtangs, der riesigen Hochebene in Tibet, unterstützt.

Kongpo-Chukla e. V. setzt sich seit 16 Jahren ehrenamtlich für Schulbau, den Bau von medizinischen Berufsschulen, Bildungsprojekte und die Verbesserung der medizinischen Versorgung in abgelegenen Teilen der Autonomen Provinz Tibet in China ein. Gemeinsam mit tibetische Krankenschwestern und Ärzten vom Project for Strengthening the Traditional Tibetan Medicine (PSTTM) wird zurzeit versucht, die sehr schlechte medizinische und hygienische Situation der tibetischen Nomadenbevölkerung im dünn besiedelten Gebiet der Twin Lakes in der Provinz Nagqu nordwestlich von Lhasa auf 4.500 m Höhe zu verbessern. Bis zu vier Mal im Jahr fährt ein tibetisches Ärzteteam in die Nomadengebiete Changtangs, der riesigen Hochebene in Tibet. Es wird unter anderem Aufklärungsarbeit geleistet, Geburtsvorsorge-, Nachsorge-, Hygiene- und Ernährungsberatung durchgeführt. Aber auch die Reduzierung von Kinderkrankheiten, der Knochenkrankheit und Sexualaufklärung stehen im Fokus der Arbeit. Zusätzlich werden die vorhandenen, sehr niedrig qualifizierten medizinischen Basisposten in mehreren wochenlangen Kursen in der Anwendung traditioneller tibetischer Medizin ausgebildet.

Weitere Infos zum Verein findet ihr auf www.kongpo-chukla.de.

Einen kleinen Einblick über die Region und die Arbeit der tibetischen Krankenschwestern und Ärzte bekommt ihr in dem aktuellen Projektfilm.

Wir freuen uns über jeden Cent, den wir durch die Bücheraktion an das Team von Kongpo-Chukla weitergeben können und danken schon jetzt für eure Unterstützung!

Also, kommt vorbei – wir freuen uns 🙂

Der GRENZGÄNGER-Tag findet am 7. Mai im Kölner Gloria Theater statt: Für diesen Tag haben wir eure Wunsch-Themen, die ihr uns über unserem Feedbackbogen auf den vergangenen Veranstaltungen mitgeteilt habt, aufgenommen. Und da sind sie, eure Best-Of-Kopfreisen: Die legendäre Rad- und Tuk-Tuk-Weltreise, Kanada und Indien!

Infos und Tickets gibt es hier.

Eure GRENZGÄNGER


Interview mit Christoph Rehage über das Abenteuer seines Lebens: 4645 km zu Fuß durch China

Veröffentlicht am 17. März 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Christoph Rehage ist ebenso wenig der klassische China-Tourist wie der typische Deutsche: Drei Jahre lebt und studiert er in Peking, bis er zu seinem Lebensprojekt „The Longest Way“ aufbricht: Zu Fuß will er von Peking bis in seinen Heimatort Bad Nenndorf in Norddeutschland gehen. 4646 Kilometer bringt er im ersten Jahr hinter sich und durchquert China von Ost nach West, in den darauffolgenden Jahren schafft er es Schritt für Schritt weiter – mittlerweile ist er in mehreren Etappen und nach über 6000 Kilometern in Usbekistan angekommen.

Währenddessen postet er im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo (vergleichbar mit Twitter) seine Gedanken auf Chinesisch und über China, mal unterhaltsam, mal kritisch. Über 800.000 Nutzer folgen ihm. Er erhält mehrere chinesische Tageszeitungskolumnen. Auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit spürt er, dass die Luft dünner wird, es hagelt immer wieder Kritik. Mit einem bissigen Kommentar auf Weibo macht sich Rehage bei den Zensoren schließlich endgültig unbeliebt, über Nacht wird sein Konto gelöscht, er verliert seine Kolumnen, alle seine von ihm veröffentlichten Artikel werden aus dem Netz gelöscht. Ende Juli 2016 bricht er zum vierten Mal auf, um sein Ziel, zu Fuß von China nach Deutschland zu gehen, fortzusetzen.

Katharina Maksym hat mit ihm Sprachmemos via WhatsApp ausgetauscht. Ein Chat-Verlauf von einem kleinen Schreibtisch in Köln zu einem 5700 Kilometer entfernten, pinken Hotelzimmer, irgendwo in der Nähe von Taschkent:


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Mit dem Oldtimer auf Weltumrundung. Ein Interview mit Sabine Hoppe und Thomas Rahn.

Veröffentlicht am 13. Februar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage


Mit ihrem Oldtimer „Paula“ brechen Sabine Hoppe und Thomas Rahn auf in die Ungewissheit der Fremde – zu ihrem ganz eigenen „Abenteuer Weltumrundung“. Dass die „drei“ gemeinsam sechs Jahre unterwegs sein werden, ahnen sie zu Beginn ihrer Reise nicht. Katharina Maksym hat mit ihnen über ihre außergewöhnliche Weltumrundung gesprochen:

Wohin ging es mit eurem Oldtimer?

Thomas: Als wir im Spätherbst 2009 mit Paula aufgebrochen sind, hatten wir Lust, die Welt ein wenig besser kennenzulernen. Wo wir auf dieser Reise genau hinkommen würden, wussten wir noch nicht. Sechs Jahre später sind wir zurückgekehrt und hatten 54 Länder auf fünf Kontinenten druchquert und dabei einmal die Erde umrundet. Unsere Reise führte von Deutschland durch Osteuropa bis in den Nahen Osten, entlang der sagenumwobenen Seidenstraße, durch die Splitterrepubliken der ehemaligen UDSSR bis in die unwegsame Mongolei. Wir kämpften uns durch China bis nach Südostasien und erreichten dort ein erstes Ende der Welt. Doch wir wollten noch mehr kennenzulernen und brachten Paula mit einem Frachtschiff nach Nordamerika. Dort folgten wir der Idee, mit ihr entlang der Panamericana durch Nord-, Zentral- und Südamerika bis nach Feuerland zu reisen. Unsere Neugier war ungebrochen und wir stellten uns auch der letzten großen Herausforderung, der Durchquerung Afrikas von der Südspitze bis zurück in die Heimat. Alles in allem reisten wir mit Paula auf 120.000 Kilometern um die Erde.

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„Drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist.“

Veröffentlicht am 1. Februar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage

Bilder erzählen immer eine Geschichte, auch wenn diese nicht immer offensichtlich erscheint. Was alles Unvorhersehbares hinter dieser Fotografie steckt, verrät Thomas Sbampato.

Thomas Sbampato und die Moschusochsen

Ungefähr 50km vor der Prudhoe Bay im Norden Alaskas entdeckte ich zusammen mit meinem alaskanischen Freund und Beifahrer David Parkhurst eine Herde Moschusochsen. Wir waren müde von der ewigen Fahrt auf Schnee und Eis und nach ein paar schnellen Fotos fiel es uns leicht die Fotografenweisheit, drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist, zu ignorieren. Wir wollten nur noch eines, zur Prudhoe Bay – im Hotel einchecken. Die Moschusochsen verschoben wir auf später.

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Eine Reise-Präsentation entsteht … auf einer Reise!

Veröffentlicht am 6. Januar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt

Thorge Berger bei der Arbeit
Wie ich meinen Indien-Vortrag („Kumbh Mela“) in Thailand vorbereite.

Zunächst einmal Hallo!
Ich freue mich, jetzt bei GRENZGANG als Gast-Blogger dabei sein zu dürfen!
Als Patricia mit mir über die Idee gesprochen hat, dachte ich, als Reisefotograf bin ich vor allem gerne eins: unterwegs! Aber, warum nicht unterwegs auch mal bloggen!? Also, legen wir los …

Eine kurze Vorgeschichte
Vor ein paar Jahren verwirklichte ich mir mit meiner Frau Heike einen lange gepflegten Traum und wir nahmen uns eine „Auszeit“ von sechs Monaten, während der wir komplett unterwegs waren. Das war möglich, weil wir beide selbstständig sind, darauf gespart und die Auszeit lange vorher mit unseren Kunden besprochen hatten. Ein Teil der Absprache war, dass wir immer mal erreichbar sind. Es war ganz wunderbar, so lange unterwegs zu sein, und in allen Ländern, die wir damals besuchten, hat es uns sehr gut gefallen. (Oman, Indien, Bhutan, Thailand, Laos, Japan und Australien). In einigen waren wir allerdings länger als in anderen und in Thailand, genauer gesagt in Chiang Mai (einer Stadt im Norden des Landes), haben wir damals rund einen Monat verbracht. Wir entdeckten seinerzeit auch einen s.g. „Coworking Space“ um die Ecke von unserem Guest House in der Altstadt.

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Seenomaden – „Wir suchen die weißen Flecken auf der Seekarte!“

Veröffentlicht am 3. Januar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt

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Im Januar 2017 sind die beiden Weltumsegler Doris Renolder & Wolfgang Slanec mit ihrer Reise-Reportage „Frei wie der Wind“ in Düsseldorf und Köln zu Gast.
Für die aktuelle Ausgabe der GRENZGANG-News haben wir mit den Seenomaden über Merino-Unterwäsche, schüchterne Grönländer und den unvergänglichen Reiz des Abenteuers gesprochen:

Eure letzte Reise ging durch den hohen Norden. Was hat euch in die Kälte gezogen?

Doris Renoldner: Das klingt vielleicht komisch, aber wir wollten noch einmal ein Abenteuer erleben, uns ins Unbekannte wagen. Noch haben wir den Biss und die Energie, die dafür nötig sind. Südsee, das geht auch, wenn wir älter sind.

Was reizt euch an Grönland?

Wolfgang Slanec: Karibik, Passatroute, das ist Urlaubssegeln. Aber Urlaub ist nicht unser Ding, wir wollen reisen, etwas erleben und entdecken. Wenn du auf der üblichen Route unterwegs bist, eingebettet in den Strom der anderen Yachten, gelingt dir genau das nicht. Wir suchen die weißen Flecken auf der Seekarte, das reizt uns. Renoldner: Ich hatte bestimmte Bilder von Grönland im Kopf und wollte wissen, ob sie der Realität entsprechen.
Tun sie das?
Renoldner: Ja, absolut. Ich habe noch nie so viele Eisberge gesehen. Die Küste ist wild und karg, es gibt keine Bäume, nur Felsen und arktische Tundra.

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Gorillatrekking im Nationalpark Virunga

Veröffentlicht am 28. Dezember 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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Die beiden Kölner Lena Klemm und Tobias Seiderer sind ein Jahr lang kreuz und quer im alten Landy durch Afrika gefahren. Ihr Fazit: 57.000 Kilometer, 19 Länder, sieben platte Reifen, wunderschöne Landschaften, katastrophale Pisten, artenreiche Tierwelt, wahnsinnige Hitze, materielle Armut, pure Lebensfreude und fast schon beschämende Gastfreundschaft.

Als Vorgeschmack auf ihre Reise-Reportage „Transafrika“ am 29. Januar im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum berichtet das Abenteuer-Pärchen von einer ganz besonderen Begegnung im Kongo.

Ein Gastbeitrag von Lena Klemm und Tobias Seiderer:
Virunga – Zu Gast bei der Munyaga-Familie

Es ist noch dunkel, als wir morgens um 6 Uhr die Provinzhauptstadt Goma Richtung Norden verlassen. Wir sind unterwegs in den Virunga-Nationalpark, der die gleichnamige Vulkankette schützt und letzter Zufluchtsort für Afrikas Berggorillas ist. Bei Morgendämmerung geht es vorbei an Kindern, die nach „plastic bottles“ rufen, Panzern der UN-Blauhelmsoldaten und den ersten Tshukudu-Fahrern, die mit ihren selbst gebauten überdimensionalen Holzrollern Transportdienste anbieten. Unterwegs passieren wir etliche Polizeikontrollen, an denen man uns höflich begegnet, neugierig unseren Landy inspiziert und uns selbstgebrannten Schnaps anbietet.

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