Mit Jürgen Bluhm auf den Spuren des Kakaos

Bei GRENZGANG geht es zum ersten Mal auf Schokoladen-Reise: Jürgen Bluhm präsentiert eine köstliche Genussreise auf den Spuren des Kakaos mit überraschenden Einblicken und sinnlichen Erfahrungen. In der Dinnershow berichtet der Globetrotter von seiner Reise zu den Kakaoplantagen in den Tropen, seinen Erfahrungen unterwegs durch die Epochen rund um die Erde und dem Genuss der Schokolade. Bei unserem 3-Gänge-Menü könnt ihr währenddessen entdecken, dass Kakao und Schokolade nicht immer süß sein müssen…
Um uns auf die Dinnershow einzustimmen haben wir schon einmal vorab mit Jürgen Blum gesprochen.

Jürgen, seit wann folgst du schon den Spuren des Kakaos?
Vor 30 Jahren habe ich mich auf die Spurensuche nach den Erfindern der Schokolade gemacht. Damit hatte eine Schnitzeljagd begonnen, deren Entdeckungen und Geheimnisse mich bis heute fesseln. Schokolade bedeutet für mich Genuss und Kultur.

Bei den kommenden Dinnershows bereisen wir mit dir die Wege der Kakaobohne – in welche Länder und Gebiete nimmst du uns mit?
Es geht der Sonne entgegen. Und zwar auf eine sinnliche Entdeckungsreise in die Tropen Amerikas, nach Afrika und Asien. Das Überraschende: Ähnlich wie beim Wein prägen das Klima, der Boden und die Sorte den besonderen Charakter jeder der sorgfältig ausgewählten Schokoladenproben.

Bei dem verregneten und grauen Winter können wir ein bisschen Sonne gut vertragen. Wie schön, dass du uns in wärmere Gebiete entführst 🙂 Hast du eine Region, die du bevorzugt bereist?
Ich liebe die Menschen und die Natur. Geografisch ist die Schokolade in Mittelamerika beheimatet. Mich fasziniert es, wie es den frühen Naturvölkern gelang die Rätsel der Wälder zu entschlüsseln und während tausend Jahren im Einklang mit ihnen zu leben.

Magst du uns von deinem schönsten Reise-Moment erzählen.
Vor etwa 12 Jahren habe ich Kinder in einer entlegenen Region Mexikos dabei begleitet wie sie zum ersten Mal einen Baum pflanzten. Es war berührend zu erfahren, wie sie zu Hause davon berichteten wie schön und wertvoll ihnen die Wälder und ihre vielen Tiere waren.

Ist auch mal etwas richtig schiefgegangen?
Wer reist, ist auf Überraschungen vorbereitet. Spannend wird es, wenn etwas schiefgeht und aus der Not neue Wege sichtbar werden. Aufgeben musste ich bisher nicht und genieße deshalb noch heute das Privileg auf Umwegen zu reisen.

Das GRENZGANG-Team ist schon sehr gespannt auf deine Schokoladen-Dinnershows. Wir freuen uns auf Hähnchen in Honig-Schokoladen-Sauce, Skreifilet in Kakao-Chili-Salz und Schokoladen-Mousse, aber auch auf deine Bilder und Geschichten. Was erwartet uns?
Die Dinnershow von Grenzgang verbindet Kultur und die Freude am Genuss. Der gesellige Rahmen ist zukunftsweisend für gute Unterhaltung. Der kurzweilige Wechsel zwischen bildgewaltigen Anekdoten und kulinarischen Leckerbissen spricht die Sinne an und bietet eine miterlebbare Reise mit einer sehr vorbildlichen Klimabilanz.

Geheimnisvolle Schokolade: Was wissen die meisten nicht über Schokolade?
Die Industrie flunkert gern. So stellen Schokoladenunternehmen beispielswiese selten Schokolade her. Sie mischen vielmehr Zucker und andere Zutaten in die fertige Kakaomasse. Auch wird keine Milch in die Vollmilchschokolade gerührt, dass wäre aus chemischer Sicht nicht möglich. Über die Arbeit auf den Kakaoplantagen tappen wir völlig im Dunkeln; dabei prägen erst die Kakaobauern, ähnlich wie die Winzer beim Wein, die Qualität der späteren Schokolade.

Hat sich dein „Schokoladen-Konsum“ seit deinen Reisen und Recherchen verändert – Worauf achtest du beim Kauf?
Schokolade sollte schmecken. Sie sollte aber auch auf beiden Seiten der Welt Freude bereiten. Dabei helfen Zertifikate. Sie sollten aber nicht alleine der Maßstab sein. Noch wichtiger ist mir Transparenz. Welche Kakaosorte, welche Anbauregion, welche Zutaten? Wenn mir eine Schokolade diese Fragen beantworten kann, dann treffe ich meine Wahl. Für mich bedeutet dies ein Stück Demokratie, denn jede bewusste Konsumentscheidung beeinflusst Angebot und Nachfrage.

Wie geht es bei dir weiter: Bist du weiterhin auf den Spuren der Kakaobohne unterwegs oder ist dein Projekt abgeschlossen?
Für mich ist Schokolade zur Berufung geworden. Wo immer ich auf neue Geschichten stoße ist meine Entdeckerlust geweckt. Derzeit beschäftige ich mich mit der sensorischen Geschmackswahrnehmung und konzipiere eine Reise, die mit geschlossenen Augen durch die Welt der Schokolade führt. Unser gemeinsames Schokoladen-Dinner bietet dafür einen köstlichen Vorgeschmack.

Wohin geht deine nächste Reise?
Anfang Februar geht es nach Porto. Ich bin immer gerne am Wasser und freue mich auf das Licht im Frühjahr, die lebensfrohen Menschen und ihre außergewöhnliche Küche. Ob bei einem Glas Wein oder in Gesprächen mit den lokalen Chocolatiers ergeben sich erfahrungsgemäß großartige Geschichten, die ein Bild des Landes und ihrer Menschen zeichnen und nur darauf warten erzählt zu werden.

Abschließende Frage: Bist du selbst ein echter Schokoladen-Fan? Was ist deine Lieblingsschokolade?
Ich liebe Schokolade pur und probiere gerne querbeet. Besonders spannend finde ich plantagenreine Schokoladen. So gibt es beispielsweise ein kleines Schokoladenatelier, dass sich die Kakaobohnen aus Belize anliefern lässt. Besonders charmant: Auf jedem der angelieferten Kakaosäcke steht noch der Name des Kakaobauern. Beim Genuss dieser Schokolade entsteht buchstäblich das Kino im Kopf.

Euch interessieren die Anfänge der Schokolade, wie sie geerntet wird und der ganze Weg bis zur Herstellung in Deutschland? Das Schokoladen-Dinner könnt ihr am 2. Februar in Köln, am 3. Februar in Düsseldorf und am 16. Februar in Mönchengladbach erleben.
Infos und Tickets gibt es hier.

Außerdem kommt Jürgen Bluhm mit seiner Reise-Reportage am 15. April zum Genusswelten-Thementag nach Köln. Infos gibt es hier.

Wir freuen uns auf euch 🙂



Veröffentlicht von Patricia Pilgram am 11. Januar 2018 in der Kategorie »Interview« mit den Schlagwörtern: , ,


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