Rückblick auf die ersten Discovery Days!

Am 29. und 30. September fanden in Laax in der Schweiz die ersten Discovery Days, eines der verrücktesten Reise-und Abenteuerfestivals statt. Im Zentrum stand ein Wettbewerb unter Abenteurern, Forschern und Fotografen um den besten Reisebericht.

So durften wir zwei Tage lang spannende Abenteuer, unglaubliche Geschichten und tolle Bilder aus der ganzen Welt erleben. Unsere Newcomer entführten uns von Sibirien bis Irland, von Kanada bis in den Himalaya und vom Nordkap nach Afrika. Wir entdeckten fremde Länder, Kulturen, Menschen aber auch exotische und heimische Tiere.


Die Organisatoren der Discovery Days von links nach rechts: Andre Gisler von Flims-Laax-Falera Tourismus, David Hettich von Mundologia, Ramin Houchmand von GRENZGANG und Andreas Hutter von Explora.

Insgesamt 17 Referenten hatten 30 Minuten Zeit das Publikum und vor allem die Jury von Ihren Geschichten zu überzeugen. Im Wettbewerb wurden die besten Reise-Reportagen in den Kategorien Bester-Vortrag, Beste Fotografie und Beste Story von der Jury ermittelt und prämiert.


Die Jury von links nach rechts: Ruth Eichhorn, Andy Keller und Daniel Snaider.

Die Gewinner möchten wir euch hier vorstellen:

Kategorie Bester Vortrag:

1ster Platz: Leaving Home Funktion – 5 Künstler – 4 Urals – 2,5 Jahre – 40.000 km – auf dem Landweg nach New York
Anne Knödler, Efy Zeniou, Johannes Fötsch, Kaupo Holmberg & Elisabeth Oertel erzählten von ihrem „abgefahrenen“ Abenteuer: Über 40.000 Kilometer und drei Kontinente manövrieren sie ihre umgebauten 650er Ural-Gespanne in zweieinhalb Jahren bis nach New York.

In den 30 Minuten durchquerten sie mit uns Kasachstan und die Mongolei, bevor es im Osten Russlands mit selbstgebautem „Propeller-Floß“, das von den Motoren der Ural-Maschinen angetrieben wird, 1600km flussaufwärts bis zur Mündung in den Arktischen Ozean ging. Begleitet vom kasachischen Wind, sibirischen Tigermücken und der ständigen Frage „Wie weit werden wir es heute schaffen?“, erzählten sie skurrile Anekdoten und bizarre Erlebnissen auf dem längst-möglichen Weg nach Westen.

Weitere Infos über die 5 Künstler erfahrt ihr hier.

2ter Platz: Abenteuer Ameisenbär – Forschung zwischen Jaguaren und Cowboys in Brasiliens wildem Westen
Lydia Möcklinghoff ist die weltweit einzige Verhaltensforscherin am Großen Ameisenbären. Seit über elf Jahren verbringt sie mehrere Monate im Jahr für ihre Forschung im Pantanal, einem Feuchtgebiet an der Grenze nach Paraguay und Bolivien. Auf den Discovery Days erzählte sie uns mit viel Humor von ihrem Forschungsprojekt, wie sie sich mit Machete und Pferd durch die Tropen schlägt, wie sie von Schweineherden attackiert wird und wie sie von ihrem Forschungsobjekt, dem Ameisenbären, eiskalt ignoriert wird.
Mit ihren einzigartige Film- und Fotoaufnahmen und ihrer humorvollen Vortragsweise hat sie den zweiten Platz geholt.

Weitere Infos unter Lydia Möcklinghoff findet ihr hier.

3ter Platz: Freshwater Project – In sieben Jahren unter Wasser um die Welt.
Michel Roggo erzählte uns von seinem „Freshwater“-Projekt: Von 2009 bis 2016 konnte er 40 Gewässer fotografisch festhalten. Atemberaubende Begegnungen mit den außergewöhnlichsten Süßwasserbewohnern machen das Projekt für den „Nicht-Taucher“ einzigartig. Der Referent berichtet aber auch von einem Schicksalsschlag: Seine Frau erkrankt und verstirbt. Das Projekt rückt in den Hintergrund. Später sind es aber genau die Erlebnisse in der Welt, die ihm wieder zurück ins Leben verhelfen und Mut geben.
Für seine bewegende Show über das Leben über und unter Wasser erhielt Michel Roggo den 3ten Platz.

Weitere Infos über Michel Roggo findet ihr hier.

Beste Fotografie: Forest Punk – Abandoned Dreams
Von einer sehr außergewöhnlichen Leidenschaft sprach Dieter Klein: Als er Rosalie mitten in einem Holunderbusch im französischen Aquitaine entdeckt, ist es gleich um ihn geschehen. Die märchenhafte Szenerie mit dem 80er-Jahre-alten Citroën-Laster im Dornröschenschlaf fesselt den Fotografen so sehr, dass er sich auf die Suche nach ähnlichen Orten auf der Welt macht. Er besucht vergessene Schrottplätze und hält mit seiner Kamera die Schönheit des Zerfalls fest.
Mit seiner ganz besonderen Show, in der er uns mit auf eine 25000 Meilen lange Reise durch die USA, das Land, in dem Motels, Drive-In-Restaurants und Autokinos erfunden wurden, nahm, gewann er in der Kategorie Beste Fotografie.

Weitere Infos über das Projekt findet ihr hier.

Beste Story: Eismumien und Goldschätze
Der letzte Vortragsreferent der Discovery Days brachte uns mit seiner skurrilen Geschichte nochmal richtig zum Lachen. Auf der Bühne stand Gino Caspari, ein junger Archäologe, der seit Jahren an der Entdeckung und Erforschung von uralten skythischen Gräbern in den entlegensten Regionen Zentralasiens arbeitet. Hoch im Altaigebirge überdauern Schätze aus einer Zeit, in der hier das Machtzentrum wilder Reiterkrieger und Schamanen war. Aufstände, Straßensperrungen und Durchreiseverbote machen das Arbeiten und Reisen heute zu einem Abenteuer.
Mittendrin Caspari: Er trifft sich mit Grabräubern und Händlern, nimmt an kasachischen Ringkämpfen teil und spürt verdeckt den geraubten Artefakten nach, die vom organisierten Verbrechen außer Landes geschmuggelt werden. Was für ein Abenteurer… so überrascht es kaum, dass er mit seiner Story in der Kategorie Beste Story gewann!

Ein herzliches Dankeschön an alle Vortragenden, Partner, Organisatoren, Juroren, Zuschauer und Helfer!
Wir freuen uns schon jetzt auf die 2. Discovery Days am 28. und 29. September 2018!

Infos über die Discovery Days findet ihr hier.



Veröffentlicht von Patricia Pilgram am 9. Oktober 2017 in der Kategorie »GRENZGANG aktuell« mit den Schlagwörtern: , , ,

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