„Borneo“-Veranstaltung mit Dieter Schonlau regt zum Nachdenken an…

Veröffentlicht am 22. November 2017 in der Kategorie Neuigkeiten

Am 19. November war Dieter Schonlau mit seiner Reise-Reportage „Borneo“ im Kölner Cinedom zu Gast. Seit fast 30 Jahren dokumentieren der National Geographic Fotograf und seine Frau Sandra Hanke das Leben in den größten Regenwaldregionen der Erde und setzen sich für den Erhalt dieser einzigartigen Lebensräume ein.
Am Sonntag nahmen sie uns tief in die Regenwälder Borneos mit: Mit Bildern von Insekten, die wie wunderschöne Blüten aussehen, und Erzählungen von unglaublichen Begegnungen mit Waldelefanten und vom Leben der Orang-Utans.


© Dieter Schonlau, Borneo – Orang Utan

Aber die beiden Referenten machten auch auf ein trauriges Thema aufmerksam: Jedes Jahr fallen eine Million Hektar Regenwald legalem oder illegalem Raubbau zum Opfer. Die Orang-Utans sind Opfer der rasanten Regenwald Abholzung. Ihr Lebensraum wird zur Holzgewinnung und für neue Palmöl-Plantagen gerodet. Das vielseitige und preiswerte Pflanzenfett ist aus der heutigen Industrie nicht mehr wegzudenken. Jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält Palmöl. Doch die Natur bezahlt einen hohen Preis.

Heike Berger, eine Besucherin aus Köln war ganz bewegt von den Bildern und Geschichten, die uns Dieter Schonlau mitgebracht hat. Sie hat uns einen nachdenklichen Text zum Thema Palmöl geschickt:

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Lateinamerika im Fokus

Veröffentlicht am 20. November 2017 in der Kategorie Veranstaltungstipps

Willkommen zu einer faszinierenden Reise durch Lateinamerika!


© Heiko Beyer, Die Anden – Von Venezuela nach Kap Hoorn

Am Sonntag, den 26. November startet im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln der erste Thementag der GRENZGANG-Saison: Mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und attraktiven Markt- und Infoständen präsentieren wir gemeinsam mit dem Museum einen ganzen Tag lang die Vielfalt Lateinamerikas.

Was euch am Sonntag alles erwartet, haben wir hier zusammengefasst:

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Perfekt versteckt!

Veröffentlicht am 15. November 2017 in der Kategorie Reportage

Nirgendwo sonst auf der Welt wird die hohe Kunst der Täuschung so vielfältig zelebriert wie in den Regenwäldern. In Jahrmillionen andauernder Evolution haben es die Illusionisten zu fast unbegreiflicher Meisterschaft gebracht.

Doch wer zum ersten Mal Borneos Urwälder betritt, wird vergebens nach der erwarteten, überschäumenden Artenvielfalt suchen. Der größte Teil der Tiere bevorzugt die oberen Etagen des Waldes und ist somit außerhalb der Sichtweite. Der andere, bodennahe Teil aber verschmilzt mit dem Gewirr der Pflanzen.

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Dirk Bleyer, Fotograf und Reise-Referent im GRENZGANG-Interview!

Veröffentlicht am 9. November 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Als Fotojournalist und Reiseerzähler präsentiert er seit mehr als 15 Jahren seine erfolgreichen Travelogues, die mit dem Prädikat „Leicavision“ ausgezeichnet wurden. Im Dezember ist er mit seinen beiden Reise-Reportagen „Island – Im Rausch der Sinne“ und „Südafrika – Von Kapstadt zum Krügerpark“ im GRENZGANG-Programm. Wir sprachen mit ihm über seine Reisen, seine Motivation und die Arbeit als Vortragsreferent.

Dirk, du bist studierter Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik. Wie bist du eigentlich zur Fotografie gekommen?
Ich hatte schon immer ein Faible für die Fotografie. National Geographic und Geo habe ich als Jugendlicher verschlungen und vom Reisen geträumt. Als ich dann zum ersten Mal mit dem Rucksack unterwegs war ging es gleich 2,5 Jahre durch Afrika und ab da war dann die Kamera immer mit dabei.

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Rückblick auf die ersten Discovery Days!

Veröffentlicht am 9. Oktober 2017 in der Kategorie GRENZGANG aktuell

Am 29. und 30. September fanden in Laax in der Schweiz die ersten Discovery Days, eines der verrücktesten Reise-und Abenteuerfestivals statt. Im Zentrum stand ein Wettbewerb unter Abenteurern, Forschern und Fotografen um den besten Reisebericht.

So durften wir zwei Tage lang spannende Abenteuer, unglaubliche Geschichten und tolle Bilder aus der ganzen Welt erleben. Unsere Newcomer entführten uns von Sibirien bis Irland, von Kanada bis in den Himalaya und vom Nordkap nach Afrika. Wir entdeckten fremde Länder, Kulturen, Menschen aber auch exotische und heimische Tiere.

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„Du hast die Welt entdeckt, wir entdecken Dich!“ – Discovery Day 2017 in Laax

Veröffentlicht am 20. September 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, GRENZGANG aktuell

Auf unserer Erde leben über 7 Milliarden Menschen auf 149 Millionen km² Landfläche. Daraus ergibt sich eine fast unendliche Zahl von Begegnungen und Aufenthaltsorten und so eine noch unendlichere Zahl an Geschichten. Jedes Jahr versuchen wir ein spannendes Programm, mit außergewöhnlichen Geschichten zusammenzustellen. Oft ist dies nicht ganz leicht und wir machen uns selber auf die Suchen nach dem besonderen, dem überraschenden. Schon oft haben wir auch tolle Menschen mit außergewöhnlichen Erlebnissen entdeckt. Aber uns ist bewusst, da draußen in der Welt gibt es noch viel mehr davon. Wir kennen Sie einfach nicht.

Aus diesem Grund haben wir zusammen mit Explora Events und der Mundologia entschlossen, einen Newcomer-Wettbewerb ins Leben zu rufen. „Du hast die Welt entdeckt, wir entdecken Dich!“, lautet unser Motto. Ziel ist es, unbekannten Talenten die Möglichkeit zu geben, sich auf der Bühne auszuprobieren. Mit packenden Bildern und Filmaufnahmen erzählen sie live und persönlich von ihren einmaligen Abenteuern. Dabei geht es nicht um den perfekten Auftritt und Postkartenmotive, sondern darum, ob der Kandidat es schafft, das Publikum mit seiner Story mitzureissen – zum Lachen, zum Mitfiebern, zum Nachdenken, zum Wegträumen.

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ProgrammVorschau: Die Jäger des Lichts im November bei GRENZGANG!

Veröffentlicht am 5. Mai 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, GRENZGANG aktuell

Ingo Arndt, David Hettich, Markus Mauthe, Bernd Römmelt, Florian Schulz: sie sind die „Jäger des Lichts“ – und ständig auf der Jagd nach einmaligen Bildern! Sie fliegen mit 50 Kilo Übergepäck in Gegenden, in denen sich Polarfuchs und Karibu „Gute Nacht“ sagen, leben wochenlang im winzigen Zelt, lassen sich von Mücken zerstechen und schleppen Rucksäcke durch die Tundra, bis die Bandscheiben streiken. Warum tun sie sich das an? Weil sie mit Vorliebe aus unbekannten Welten berichten. Sie wollen uns Dinge zeigen, die wir mit eigenen Augen nicht zu sehen bekommen.

In dieser Reise-Reportage stehen fünf der bekanntesten deutschen Naturfotografen vereint auf einer Bühne und präsentieren live und persönlich ihre besten Bilder und Geschichten: Sie erzählen live und mitreißend von ihrer Motivation, ihren Einflüssen und Zielen sowie ihrer ganz individuellen Arbeits- und Herangehensweise.

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Interview mit Christoph Rehage über das Abenteuer seines Lebens: 4645 km zu Fuß durch China

Veröffentlicht am 17. März 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Christoph Rehage ist ebenso wenig der klassische China-Tourist wie der typische Deutsche: Drei Jahre lebt und studiert er in Peking, bis er zu seinem Lebensprojekt „The Longest Way“ aufbricht: Zu Fuß will er von Peking bis in seinen Heimatort Bad Nenndorf in Norddeutschland gehen. 4646 Kilometer bringt er im ersten Jahr hinter sich und durchquert China von Ost nach West, in den darauffolgenden Jahren schafft er es Schritt für Schritt weiter – mittlerweile ist er in mehreren Etappen und nach über 6000 Kilometern in Usbekistan angekommen.

Währenddessen postet er im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo (vergleichbar mit Twitter) seine Gedanken auf Chinesisch und über China, mal unterhaltsam, mal kritisch. Über 800.000 Nutzer folgen ihm. Er erhält mehrere chinesische Tageszeitungskolumnen. Auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit spürt er, dass die Luft dünner wird, es hagelt immer wieder Kritik. Mit einem bissigen Kommentar auf Weibo macht sich Rehage bei den Zensoren schließlich endgültig unbeliebt, über Nacht wird sein Konto gelöscht, er verliert seine Kolumnen, alle seine von ihm veröffentlichten Artikel werden aus dem Netz gelöscht. Ende Juli 2016 bricht er zum vierten Mal auf, um sein Ziel, zu Fuß von China nach Deutschland zu gehen, fortzusetzen.

Katharina Maksym hat mit ihm Sprachmemos via WhatsApp ausgetauscht. Ein Chat-Verlauf von einem kleinen Schreibtisch in Köln zu einem 5700 Kilometer entfernten, pinken Hotelzimmer, irgendwo in der Nähe von Taschkent:


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„Drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist.“

Veröffentlicht am 1. Februar 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage

Bilder erzählen immer eine Geschichte, auch wenn diese nicht immer offensichtlich erscheint. Was alles Unvorhersehbares hinter dieser Fotografie steckt, verrät Thomas Sbampato.

Thomas Sbampato und die Moschusochsen

Ungefähr 50km vor der Prudhoe Bay im Norden Alaskas entdeckte ich zusammen mit meinem alaskanischen Freund und Beifahrer David Parkhurst eine Herde Moschusochsen. Wir waren müde von der ewigen Fahrt auf Schnee und Eis und nach ein paar schnellen Fotos fiel es uns leicht die Fotografenweisheit, drück auf den Auslöser solange die Gelegenheit gut ist, zu ignorieren. Wir wollten nur noch eines, zur Prudhoe Bay – im Hotel einchecken. Die Moschusochsen verschoben wir auf später.

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Mein Büro liegt im Ozean

Veröffentlicht am 11. Januar 2017 in der Kategorie Reportage

Als Meeresbiologe und Forschungstaucher begleitet Uli Kunz wissenschaftliche Expeditionen. Mit seiner Forschungstauchfirma Submaris macht er Tauchgänge im Auftrag von Universitäten und Instituten und betreut Dreharbeiten für Fernsehsender und Produktionsfirmen.

Der Ozean als Arbeitsplatz, von Uli Kunz:

Ich kann mir nicht immer aussuchen, wo ich arbeite, bei welchen Temperaturen oder welcher Sichtweite ich ins Wasser gehe und zu welcher Jahreszeit ich aufbreche. Die Aufgabe unter Wasser, das Projekt und die aufgenommenen Daten haben Vorrang. Was etwas ungemütlich klingt, hat natürlich meistens große Vorteile, denn ich konntebisher an vielen ungewöhnlichen und schwer zu erreichenden Plätzen tauchen und dabei mit Forschungsschiffen, Tauchbooten und Tauchrobotern arbeiten.

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