Mit dem Oldtimer auf Weltumrundung. Ein Interview mit Sabine Hoppe und Thomas Rahn.

Veröffentlicht am 7. November 2018 in der Kategorie Aus aller Welt, Reportage


Mit ihrem Oldtimer „Paula“ brechen Sabine Hoppe und Thomas Rahn auf in die Ungewissheit der Fremde – zu ihrem ganz eigenen „Abenteuer Weltumrundung“. Dass die „drei“ gemeinsam sechs Jahre unterwegs sein werden, ahnen sie zu Beginn ihrer Reise nicht. Katharina Maksym hat mit ihnen über ihre außergewöhnliche Weltumrundung gesprochen:

Wohin ging es mit eurem Oldtimer?

Thomas: Als wir im Spätherbst 2009 mit Paula aufgebrochen sind, hatten wir Lust, die Welt ein wenig besser kennenzulernen. Wo wir auf dieser Reise genau hinkommen würden, wussten wir noch nicht. Sechs Jahre später sind wir zurückgekehrt und hatten 54 Länder auf fünf Kontinenten druchquert und dabei einmal die Erde umrundet. Unsere Reise führte von Deutschland durch Osteuropa bis in den Nahen Osten, entlang der sagenumwobenen Seidenstraße, durch die Splitterrepubliken der ehemaligen UDSSR bis in die unwegsame Mongolei. Wir kämpften uns durch China bis nach Südostasien und erreichten dort ein erstes Ende der Welt. Doch wir wollten noch mehr kennenzulernen und brachten Paula mit einem Frachtschiff nach Nordamerika. Dort folgten wir der Idee, mit ihr entlang der Panamericana durch Nord-, Zentral- und Südamerika bis nach Feuerland zu reisen. Unsere Neugier war ungebrochen und wir stellten uns auch der letzten großen Herausforderung, der Durchquerung Afrikas von der Südspitze bis zurück in die Heimat. Alles in allem reisten wir mit Paula auf 120.000 Kilometern um die Erde.

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Ein Weg um die Welt – ohne Flugzeug

Veröffentlicht am 18. Februar 2018 in der Kategorie Aus aller Welt, Veranstaltungstipps

Im Frühling 2013 packen Patrick und Gwen ihre Rucksäcke, um sich auf einen langen Weg um die Welt zu machen: Von ihrer Heimatstadt Freiburg soll es über Land und Wasser so weit in den Osten gehen, bis sie aus dem Westen wieder zurückkommen – ohne ein einziges Flugticket!

Drei Jahre und 110 Tage reisen Sie mit Bus, Zug, Schiff oder per Anhalter durch Europa, Asien, Nord- und Zentralamerika. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei immer der unmittelbare Kontakt zu den Menschen, die sie durch das „per Anhalter reisen“ besonders intensiv erleben dürfen.
Dabei ist das Überland-Reisen nicht immer einfach. Wir haben die sympathischen Weltenbummler gefragt, warum sie sich für das Reisen ohne Flugzeug entschieden haben. Lest hier einen inspirierenden Auszug aus ihrem Reisemagazin, der Lust macht auf das Fliegen zu verzichten:
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Unterwegs in der kanadischen Wildnis

Veröffentlicht am 3. Januar 2018 in der Kategorie Aus aller Welt

Text & Fotos: Sonja Endlweber

Nach 10 Jahren gemeinsamen Jahren und 10.000 km mit ihrem Partner, dem Abenteuerreiter Günter Wamser, ist Sonja Endlweber im vergangenen Sommer mit ihren Pferden und Hündin Leni alleine durch die kanadische Bergwelt geritten.

Es ist stockdunkel. Noch ist der Mond nicht aufgegangen. Nur die Sterne tauchen die Landschaft in ein schwaches, silbernes Licht. Im Pyjama stehe ich neben Lightfoot und Rusty und rede mit ruhiger Stimme auf die Pferde ein. Mir ist kalt. Mein Herz klopft wild. Lightfoot stößt ein scharfes, bedrohliches Schnauben aus und zerrt nervös am Führstrick. Ich umklammere diesen noch fester. Die Pferde dürfen jetzt nicht abhauen. Rusty macht einige mutige Schritte nach vorne, springt dann aber erschrocken zurück und versteckt sich hinter seinem Kumpel. Ich habe ihm noch kein Halfter angelegt, doch jetzt wage ich es nicht, mich zu bewegen. Keine 100 Meter von uns entfernt ziehen zwei große, dunkle Schatten langsam über die Wiese. Sie kommen direkt auf uns zu. Hilflos stehe ich da, in einer Hand den Führstrick in der anderen den Pfefferspray, und komme mir lächerlich vor. Was soll ich mit EINEM Pfefferspray bei ZWEI Grizzlybären! Leni liegt im Zelt und schläft. Ich schicke ein Stoßgebet zum Himmel, dass meine kleine Hündin nicht aufwacht. Sie würde es sofort mit den Bären aufnehmen, und sie hätte keine Chance. Lightfoot zittert am ganzen Körper. Auch mir schlottern die Knie. Wäre doch Günter jetzt hier, denke ich, doch eigentlich würde das gar nichts ändern. Für die Bären macht es keinen Unterschied. Wenn sie mich fressen wollen, dann tun sie es so oder so. Für sie spielt es keine Rolle, dass ich alleine bin. Und so absurd die Situation auch ist, bei diesem Gedanken muss ich grinsen.

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Lateinamerika im Fokus

Veröffentlicht am 20. November 2017 in der Kategorie Veranstaltungstipps

Willkommen zu einer faszinierenden Reise durch Lateinamerika!


© Heiko Beyer, Die Anden – Von Venezuela nach Kap Hoorn

Am Sonntag, den 26. November startet im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln der erste Thementag der GRENZGANG-Saison: Mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und attraktiven Markt- und Infoständen präsentieren wir gemeinsam mit dem Museum einen ganzen Tag lang die Vielfalt Lateinamerikas.

Was euch am Sonntag alles erwartet, haben wir hier zusammengefasst:

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Interview mit Christoph Rehage über das Abenteuer seines Lebens: 4645 km zu Fuß durch China

Veröffentlicht am 17. März 2017 in der Kategorie Aus aller Welt, Interview

Christoph Rehage ist ebenso wenig der klassische China-Tourist wie der typische Deutsche: Drei Jahre lebt und studiert er in Peking, bis er zu seinem Lebensprojekt „The Longest Way“ aufbricht: Zu Fuß will er von Peking bis in seinen Heimatort Bad Nenndorf in Norddeutschland gehen. 4646 Kilometer bringt er im ersten Jahr hinter sich und durchquert China von Ost nach West, in den darauffolgenden Jahren schafft er es Schritt für Schritt weiter – mittlerweile ist er in mehreren Etappen und nach über 6000 Kilometern in Usbekistan angekommen.

Währenddessen postet er im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo (vergleichbar mit Twitter) seine Gedanken auf Chinesisch und über China, mal unterhaltsam, mal kritisch. Über 800.000 Nutzer folgen ihm. Er erhält mehrere chinesische Tageszeitungskolumnen. Auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit spürt er, dass die Luft dünner wird, es hagelt immer wieder Kritik. Mit einem bissigen Kommentar auf Weibo macht sich Rehage bei den Zensoren schließlich endgültig unbeliebt, über Nacht wird sein Konto gelöscht, er verliert seine Kolumnen, alle seine von ihm veröffentlichten Artikel werden aus dem Netz gelöscht. Ende Juli 2016 bricht er zum vierten Mal auf, um sein Ziel, zu Fuß von China nach Deutschland zu gehen, fortzusetzen.

Katharina Maksym hat mit ihm Sprachmemos via WhatsApp ausgetauscht. Ein Chat-Verlauf von einem kleinen Schreibtisch in Köln zu einem 5700 Kilometer entfernten, pinken Hotelzimmer, irgendwo in der Nähe von Taschkent:


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Gorillatrekking im Nationalpark Virunga

Veröffentlicht am 28. Dezember 2016 in der Kategorie Aus aller Welt

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Die beiden Kölner Lena Klemm und Tobias Seiderer sind ein Jahr lang kreuz und quer im alten Landy durch Afrika gefahren. Ihr Fazit: 57.000 Kilometer, 19 Länder, sieben platte Reifen, wunderschöne Landschaften, katastrophale Pisten, artenreiche Tierwelt, wahnsinnige Hitze, materielle Armut, pure Lebensfreude und fast schon beschämende Gastfreundschaft.

Als Vorgeschmack auf ihre Reise-Reportage „Transafrika“ am 29. Januar im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum berichtet das Abenteuer-Pärchen von einer ganz besonderen Begegnung im Kongo.

Ein Gastbeitrag von Lena Klemm und Tobias Seiderer:
Virunga – Zu Gast bei der Munyaga-Familie

Es ist noch dunkel, als wir morgens um 6 Uhr die Provinzhauptstadt Goma Richtung Norden verlassen. Wir sind unterwegs in den Virunga-Nationalpark, der die gleichnamige Vulkankette schützt und letzter Zufluchtsort für Afrikas Berggorillas ist. Bei Morgendämmerung geht es vorbei an Kindern, die nach „plastic bottles“ rufen, Panzern der UN-Blauhelmsoldaten und den ersten Tshukudu-Fahrern, die mit ihren selbst gebauten überdimensionalen Holzrollern Transportdienste anbieten. Unterwegs passieren wir etliche Polizeikontrollen, an denen man uns höflich begegnet, neugierig unseren Landy inspiziert und uns selbstgebrannten Schnaps anbietet.

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