Günter Wamser ist zu Hause im Main-Tauber-Kreis in Rauenberg. Von Beruf ist er Flugtriebwerkmechaniker, doch seit 30 Jahren befindet er sich auf Reisen – und zwar mit seinen Pferden auf dem amerikanischen Kontinent.
Wie alles begann
Als begeisterter Motorradfahrer sammelte er erste Reiseeindrücke zwischen Nordafrika und Nordkap. Enttäuscht über die Unmöglichkeit, ein Land in vier Wochen erfassen zu können, reifte in ihm der Wunsch, irgendwann einmal eine Reise von mindestens einem Jahr Dauer zu unternehmen. 1986 nahm er Abschied von Familie und Freunden, vom regelmäßigen Gehalt, von einer gesicherten Existenz. Dies war der Beginn einer vierjährigen Motorradodyssee durch Nord- und Mittelamerika.
Der Kontakt mit Pferden
In Guatemala sattelte er um. Er durchquerte Guatemala mit Reit- und Packpferd. Dabei entdeckte er das Reisen von einer ganz anderen Perspektive. Das langsame Reisen faszinierte ihn. Es ermöglichte ihm nicht nur einen Blick für die großartige Landschaft, sondern es öffnete ihm auch eine andere Sicht auf die grandiosen Details. Er konnte nun das Land spüren, fühlen, erfassen und begreifen.
Eine neue Idee war geboren
Die Durchquerung und Entdeckung des amerikanischen Kontinents zu Pferd. Das hierfür erforderliche Wissen und den Umgang mit Pferden eignete er sich selbst an – er arbeitete zwei Jahre als Führer von Reittouren in Guatemala. Im Januar 1994 startete er im Süden Patagoniens sein abenteuerliches Projekt, die Durchquerung Amerikas zu Pferde – eine Reise, die er für 4-5 Jahre geplant hatte. Doch sie wurde zu einer Lebensart. Nach 20 Jahren erreichte er Alaska.
Arbeiten als Vorträumer
Seit über 25 Jahren hält er Vorträge über seine Reise in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Auf diese Weise kann er seine Zuhörer an seinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen, sie aber auch inspirieren, den Mut zu fassen, eigene Träume zu verwirklichen.