Im Bann des Nordens – Bernd Römmelt im Interview

Veröffentlicht am 15. Februar 2019 in der Kategorie Interview

Im März startet die NRW-Tournee „Im Bann des Nordens“ mit Bernd Römmelt. Ein echter Grenzgänger! Immerhin verbringt der Naturfotograf mehr als 200 Tage pro Jahr auf Reisen im In- und Ausland in den klimatisch extremsten Gefilden des Planeten. Über die Jahre hat er ein unfassliches Wissen zu den nordischen Regionen Alaska, Kanada, Grönland, Island, Spitzbergen, Lappland, Russland, aber natürlich auch zu seinem Heimatrevier, den Alpen erworben. Im Interview spricht er mit uns über das Naturphänomen Aurora borealis und den Zustand der Arktis.

In deinen Reise-Reportagen zeigst du wunderschöne Aufnahmen von Polarlichtern. Kannst du dich an deine erste Begegnung mit diesem Naturphänomen erinnern?
Das war 1998 in Nordalaska. Ich war im September in der abgelegenen Brooks Range unterwegs als sich plötzlich der schwache grüne Boden eines Nordlichts am Himmel zeigte. Innerhalb von knapp 20 Minuten explodierte der Himmel förmlich. Ich fotografierte die ganze Nacht….alles noch auf Diafilm. Zu Hause war die Enttäuschung groß, kein einziges Bild ist etwas geworden. Die Polarlichtfotografie war damals noch etwas richtig anspruchvolles
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Spiritual India mit Tolis Fragoudis: Die 2. Folge des Grenzgänger Talks ist online!

Veröffentlicht am 11. Februar 2019 in der Kategorie GRENZGÄNGER TALK

Liebe Grenzgänger,

wir waren letztes Jahr bei den Discovery Days in Laax und haben dort Tolis Fragoudis getroffen. Da er uns am Thementag Südasien mit seiner Reise-Reportage „Spiritual India“ besuchen wird, hat sich Hardy Fiebig Tolis kurz für einen GRENZGÄNGER TALK geschnappt. Die zwei sprechen über Spiritualität und wie diese mit der Kamera einzufangen ist.

Viel Spaß!

Die Reise-Reportage „Spiritual India“ mit Tolis könnt ihr am 24. Februar im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln live erleben.
Weitere Infos, den Trailer und Tickets gibt es hier.


Ein einfaches Leben ohne Ballast – Im Gespräch mit dem Weltenwanderer

Veröffentlicht am 31. Januar 2019 in der Kategorie Interview


Ein einfaches Leben ohne Ballast. Die Welt erkunden, ohne ihr Schaden zuzufügen. Diese Wünsche stehen am Anfang von Gregor Sieböcks einzigartigem »Weltenwanderer«-Projekt. Vor 16 Jahren macht er sich auf den langen Weg um die halbe Welt.

Gregor, was hat dich zu diesem Projekt inspiriert – Wie kommt man dazu, gleich mehrere Jahre am Stück durch die Welt zu laufen?
Ich wollte die Welt kennenlernen und entdecken. Eine wunderbare Möglichkeit ist das zu Fuß gehen weil man da einen unmittelbaren Kontakt zur Erde und den Menschen hat. Es ist anstrengend, birgt aber viele Geschenke.

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5 Grundlagentipps für bessere Handyfotos

Veröffentlicht am 28. Januar 2019 in der Kategorie Fotoschule kompakt


© Fotolia

Kennst du das? Du besitzt 37 Kilogramm professionelle Fotoausrüstung, möchtest die aber nicht mit in den Urlaub nehmen und trotzdem hinterher mit schönen Fotos angeben? Oder kennst du das: Du hast keine Ahnung von Fotografie, besitzt ein Smartphone mit passabler Kamera und möchtest den Urlaub nutzen, um nun endlich mal das neue Hobby „Fotografie“ in Gang bringen? Wo auch immer du dich wieder entdeckst: Die folgenden 5 Tipps machen dich startklar!

Text/Bild: Marvin Ruppert

1. Vorbereitung ist alles
Es gibt wenig Ärgerlicheres, als den gesamten Fotospeicher voll mit tollen Bildern zu haben und zu entdecken, dass die Grundeinstellung auf „niedrige Auflösung“ steht. Deshalb führe dir am besten vor dem Urlaub die Einstellungen deiner Handykamera zu Gemüte. Diese findest du entweder in den Handyeinstellungen beim Unterpunkt „Kamera“ (z.B. bei iPhones), manchmal auch in der Kamera-App selbst. Die Auflösung sollte auf Maximum stehen. Mach dir keine Sorgen um Speicherplatz, die allermeisten modernen Smartphones sind darauf ausgelegt, tausende Fotos speichern zu können. Weiterhin sollte das Seitenverhältnis so eingestellt sein, dass die gesamte Sensorauflösung genutzt wird. In der Regel ist das 4:3. Beim Seitenverhältnis „Quadrat“ oder „16:9 Breitbild“ würdest du beispielsweise Auflösung verschenken, weil so an zwei Seiten das Bild einfach abgeschnitten wird. Das kannst du in der Nachbearbeitung immer noch machen, kannst dann aber selbst bestimmen, wo und wie viel beschnitten wird. Außerdem solltest du darauf verzichten, direkt beim Fotografieren extreme Filter eingestellt zu haben. Fotografiere besser in der neutralen Standardeinstellung – dann hast du in der Nachbearbeitung den meisten Spielraum. Auf ein neutrales Foto kannst du alle möglichen Farblooks anwenden, wenn ein Bild erst mal in extremem Retrogrün eingefärbt ist und dir der Look zu Hause doch nicht gefällt, ist es schwieriger, das wieder auszubügeln.

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Monsunzauber – Reisen trotz Regenzeit. Ein Bericht von Steffen Hoppe.

Veröffentlicht am 21. Januar 2019 in der Kategorie Reportage

Wann nahm ich das erste Mal Regen wahr? Ich meine nicht als lästige Erscheinung, sondern als Lebensspender. Da muss ich immer wieder an einen Nachmittag im Jahr 2003 im Süden des Niger zurück denken. Es hatte zum ersten Mal seit langer Zeit geregnet. Ein alter Herr stand vor seinem Haus und blickte strahlend zu einem Wirrwarr zerrissener Wolken empor und sagte: L’eau, la source de la vie. In den folgenden Jahren entbrannte wieder meine alte Liebe zu Asien. Zufällig besuchten wir Myanmar zu Beginn der Monsunzeit, als riesige Kumolonimbuswolken über dem Shan-Bergland standen und die unerträgliche Hitze nur durch sintflutartige Regenfälle gelöscht wurde. Auf einer anderen Reise mühten wir uns in einem Kleinbus den Karakorum Highway in Pakistan in die Berge hinauf. Erdrutsche waren abgegangen, die unsere Weiterreise behinderten, aber die Landschaft, sonst grau-braun, glänzte in unwirklichen grün. Der Monsun ist nicht nur ein Wetterphänomen, sondern auch ein Gefühl.

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Sisyphus, die Suche nach Waffen und warum ich (trotzdem) reise – Eine Reportage von Heinrich Geuther

Veröffentlicht am 7. Januar 2019 in der Kategorie Reportage

Es gibt Gegenden unserer Erde, da will keiner hin! Der westafrikanische Dschungel gehört dazu. Der Journalist Heinrich Geuther ist nach Liberia, Sierra Leone und Guinea gereist – Länder, die durch Jahrzehnte andauernden Bürgerkriege in Schutt und Asche gelegt wurden und in die kurz nach dem Krieg kaum ein anderer freiwillig auch nur einen Fuß setzen wollte. Was wissen wir über diese Dschungelstaaten? Fast nichts! Und wenn doch etwas aus dieser Gegend zu uns dringt, dann sind es Botschaften von wahnsinnigen Diktatoren, von irrwitzigen Bürgerkriegen, von Kindersoldaten, Blutdiamanten und Ritualmorden – in jedem Fall sind es blutige Schlagzeilen. Ich frage mich, warum man freiwillig in die Kriesengebiete dieser Welt reist. Was Heinrich Geuther bewegt in diese Gegenden zu reisen und was er dort erlebt – davon könnt ihr hier in seiner Reportage lesen.

Bild/Text: Heinrich Geuther

Es war offensichtlich, dass seine Last zu schwer war. Er hatte sich übernommen. Zumindest dachte ich das. Der steile Wall aus rotem Staub gab nach, brach zusammen, er rutschte den ganzen Weg, den er bereits erklommen hatte zurück und verschwand unter der Staublawine. Es dauerte einige Sekunden, dann tauchte er wieder auf. Seine Last immer noch fest im Griff, begann er den Anstieg von neuem.


Sierra Leone – Diamantengebiet

Ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden, musste seine scheinbare erfolglosen Bemühungen immer und immer wieder beobachten, wenige Zentimeter unter meinen Augen. Jedes Mal, wenn ich versuchte, den Kopf zu heben, spürte ich diesen metallischen Gegenstand an meinem Hinterkopf. Ich wusste natürlich, was mich am Aufstehen hinderte und ich beschloss, mich in mein Schicksal zu fügen. Immerhin nahm ich den Alkoholgeruch nicht mehr wahr. Nur der Geruch der roten Erde eines namenlosen Orts in den Regenwäldern Guineas drang in mich ein und eine Ameise, nennen wir sie Sisyphus, erklomm unersteigbare Höhen. Ich begann in dieser surrealen Situation mich über mich selbst zu wundern.
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Syrien vor dem Krieg – Lutz Jäkel im Weltwach-Podcast

Veröffentlicht am 3. Januar 2019 in der Kategorie Podcast

Das bunte und vielfältige Leben der Menschen, die prachtvolle Architektur Palmyras, Wohnhäuser und Straßenzüge in Damaskus – vieles ist seit dem Ausbruch des Krieges unwiederbringlich zerstört. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht, Hunderttausende haben ihr Leben verloren, Syrien ist ein Dauerthema in den Medien. Und doch ist wenig über das menschlich und kulturell so reiche Syrien bekannt.

Lutz Jäkel ist in einem Zeitraum von 20 Jahren immer wieder nach Syrien gereist – bis zum Ausbruch der Unruhen und Aufstände im März 2011. Mit seiner Reportage „Syrien – Erinnerungen an ein Land vor dem Krieg“ zeigt er Syriens Schönheit und seine Menschen, zeitlos und lebendig. Eindrucksvoll dokumentieren seine Fotos den Alltag bis 2011 und zeigen, wie man in Syrien lacht und einkauft, arbeitet, betet, diskutiert und feiert.

Anfang Mai ist der Fotojournalist mit seiner Live-Reportage bei uns zu Gast. Unser GRENZGANG-Moderator Erik hat Lutz Jäkel für seinen Weltwach-Podcast jetzt schon getroffen und mit ihm über Syrien vor dem Krieg – und davon, wie es um Syriens Zukunft bestellt ist gesprochen.

Hier gibt es die ganze Podcaste-Folge kostenfrei zum Anhören.

Weitere inspirierende Podcast-Folgen mit Abenteurer und Weltenbummlern findet ihr auf www.weltwach.de.
Alle Termine, Tickets und Infos zur Reportage „Syrien – Ein Land vor dem Krieg“ gibt es hier.


Unser Saisonprojekt: Der GRENZANG-Wald im atlantischen Regenwald in Brasilien

Veröffentlicht am 25. Dezember 2018 in der Kategorie Neuigkeiten


© Markus Mauthe

Die Naturfotografen, die in dieser Saison auf der GRENZGANG-Bühne stehen, zeigen uns die Wunder der Erde und die Schönheit der Natur durch atemberaubende Bilder. Gleichzeitig machen sie aber auch darauf Aufmerksam, dass die Vielfalt und die Schönheit der Natur bedroht sind.

Für unser Saison-Projekt haben wir uns für ein Naturschutz-Projekt entschieden: Wir sammeln auf den GRENZGANG-Veranstaltungen für die Umweltorganisation AMAP, Amada Mata Atlantica Project, Baumpatenschaften.

Das Projekt dient dem Schutz und der Ausweitung des bereits stark fragmentierten Mata Atlântica-Regenwaldes. Durch die Aufforstung an der brasilianischen Kakaoküste kann neuer Lebensraum für die Goldkopflöwenäffchen gesichert werden.
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Die wilde Großstadt: Die 1. Folge des Grenzgänger Talks ist online!

Veröffentlicht am 19. Dezember 2018 in der Kategorie GRENZGÄNGER TALK

Liebe Grenzgänger,

gerade haben wir den ersten GRENZGÄNGER TALKS hochgeladen – jetzt gibt’s was auf Augen und Ohren! In dem neuen Interview-Format mit Augenzwinkern und Tiefgang werden wir zukünftig in unregelmäßigen Abständen außergewöhnliche Grenzgänger vor die Kamera holen, um sie mit unseren neugierigen Fragen zu löchern.

In der ersten Folge verabredet sich GRENZGANG-Mitbegründer Hardy Fiebig mit dem Naturfotografen Sven Meurs am Rhein-Ufer in Köln, um Wildtieren in deutschen Großstädten auf die Pelle zu rücken. Doch erst ist der Interview-Gast unauffindbar, und dann sind hunderte Tiere wie vom Erdboden verschluckt …
Doch schaut hier selbst:

Ihr wollt wissen welche Tiere es sonst noch in den Großstädten zu entdecken gibt? Sven Meurs nimmt euch im Januar in Düsseldorf und Köln mit auf Großstadtsafari, immerzu auf der Fährte von Klein- und Großwild.

Wann/Wo:
Köln, 6. Januar, Cinedom, 11.30 Uhr
Düsseldorf, 6. Januar, Savoy Theater, 18.00 Uhr

Weitere Infos, den Trailer und Tickets gibt es hier.

Übrigens: Die zweite Folge des GRENZGÄNGER TALKS ist online. Hardy Fiebig spricht mit Tolis Fragoudis über Spiritualität und wie diese in Videos/Bilder einzufangen ist, was Tolis vor seiner Tätigkeit als Fotograf gemacht hat und wie ihn das Reisen verändert. Die Folge könnt ihr euch hier anschauen.


Im Oldtimer um die Welt – die finale Etappe

Veröffentlicht am 15. Dezember 2018 in der Kategorie Aus aller Welt

Text/Bild: Sabine Hoppe und Thomas Rahnn

Das Flugzeug setzt zur Landung an. Tausend Gedanken schwirren uns durch den Kopf. War es die richtige Entscheidung unser Fahrzeug nach Südafrika zu verschiffen und den Versuch zu wagen, Afrika von Süd nach Nord komplett zu durchfahren? Wie wird es uns auf dem finalen Abschnitt der Weltumrundung ergehen?

Im Winter 2009 hatten wir uns von Freunden und Studienkollegen verabschiedet und waren mit dem wagen Ziel aufgebrochen, im Oldtimer-Lkw die Welt zu umrunden. Seit damals liegen vier Kontinente hinter uns, Afrika, die finale Etappe und die vielleicht größte Herausforderung aber noch vor uns. Wenn wir auch noch längst nicht ahnen, was wir auf diesem geheimnisvollen Kontinent erleben werden, in einem sind wir uns sicher: Es wird aufregend.

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