Jetzt geht es um die Welt-Toilettenkultur!

Die Toilette (von frz. toile ,Tuch’), auch Klosett (von engl. closet, im Deutschen kurz Klo), Abort, Latrine, शौचालय (hindi, shauchaalay), 廁所 (chinesisch, Cèsuǒ) oder WC (von engl. water closet) ist eine sanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen

In Deutschland und Amerika benutzen wir meist das typische trichterförmige Porzellanbecken, mit Sitzrand.
Auf modernen Raststätten jetzt sogar vor jeder Benutzung selbstreinigend.
Innerhalb dieser Toilettenart gibt es nur 2 kleine Unterschiede:

Unser Geschäft fällt direkt ins Wasser oder es fällt vorher auf eine horizontale ebene bevor es in den Abfluss gespült wird. Hierbei scheiden sich die Geister – Von unten nass gespritzt werden oder ansehen wie das Geschäft aussieht?

Während wir für unser Geschäft auf absolute Ruhe und Intimität bauen, gibt es in China in einigen Dörfern und kleineren Städten auch öffentliche Gemeinschaftstoiletten. Hier wird nur ein Balken links und rechts als Sichtschutz verwendet.
Wir Europäer hoffen dabei nicht zufällig mit „Hocknachbarn“ oder den wartenden Personen in Augenkontakt zu treten geschweige ein Gespräch zu beginnen. Der Geruch allerdings könnte den einen oder anderen WC-Plausch unterbrechen.

Übrigens: In China heißen die stillen Örtchen „Hallen der Inneren Harmonie“, doch das stimmt nicht immer. Man sollte trotzdem sicherheitshalber die Luft lange anhalten können und Toilettenpapier dabeihaben.

Doch China arbeitet daran: Es gibt einen offiziellen landesweiten Toiletten-Beauftragten und für die Hauptstadt Peking sind mittlerweile sogar Karten erhältlich, auf denen die Toiletten, ähnlich wie Hotels, nach Sternen kategorisiert werden. Denn dem größten Volk der Erde fehlen an vielen Orten ausreichend und vor allem saubere Toiletten. In vielen alten Häusern gibt es keine separaten Klos, und die Menschen sind auf die Öffentlichen Gemeinschafts Toiletten angewiesen, welche nur alle paar Tage geleert werden.

Im Zuge der Olympischen spiele 2008 hat der Hygiene Minister einige Reformen angeordnet, so dass sich auch Westliche Besucher immer wohler auf chinesischen Toiletten fühlen. Es gibt Regeln für Geruch, Art der Reinigung, Mülleimer und in größeren Städten Englische und Chinesische Hinweisschilder.
Außerdem gibt es eine Regel, dass sich auf den Öffentlichen Toiletten nur 2 Fliegen pro Quadratmeter aufhalten dürfen. Doch auch für die immer weiterwachsende Bevölkerung sind diese Regeln/Reformen wichtig.
Denn durch saubere Toiletten gibt es weniger Ansteckungsgefahr und Krankheitsfälle

In Asien und Indien wird hauptsächlich das Hockklosett genutzt.
Dies sind Löcher im Boden oder extra eingelassene Metall bzw. Porzellan Toiletten.
Man stellt die Füße links und rechts der Schüssel auf die vorgesehenen Trittstellen und hockt sich so tief hin, dass der Po Knöchelhöhe erreicht. Der Oberkörper liegt auf den Oberschenkeln auf und die Oberarme werden auf den Knien abgestützt – auch Asiaten und Inder können so auch auf dem Klo bequem die GRENZGANG NEWS lesen.

Nach dem Geschäft wird anders als bei uns kein Toilettenpapier, sondern Wasser verwendet. Dafür steht ein Topf Wasser und eine Kelle oder bei moderneren Toiletten, ein Sprühgerät zur Verfügung. Das Wasser wird an die benötigte Stelle gesprüht bzw. gescheffelt und mit der anderen Hand sauber gewischt.
Achtung: Es sollte nur die linke Hand benutzt werden! Die rechte Hand gilt in diesen Regionen als Rein. Falls Papier verwendet wird, stehen hierfür Mülleimer zur Verfügung.

Insgesamt ist die Benutzung asiatischer Toiletten wohl bequemer als gedacht, zumal die Hockhaltung gesünder für das Verdauungssystem sein soll.

Eine humorvolle genaue Anleitung findest du hier:

In Indien ist es in Ländlichen Gegenden auch üblich ganz einfach sein Geschäft am Fluss oder Meer zu erledigen und auf die nächste Flut zu warten oder Frauen die Nachts auf die Felder gehen damit es Tagsüber niemand mitbekommt.

Dies liegt daran das auch Indien ein Toilettenproblem hat und noch nicht alle Inder zugang zu Toiletten haben.
Die Regierung möchte bis Ende 2019 – 100.000.000 Toiletten bauen und so das Hygieneproblem in den Griff bekommen. Jährlich sterben bis zu 600.000 Menschen an Durchfallerkankungen.

Wer auf die neuste Technik setzt, findet in Japan derzeit das sogenannte Washlet. Wenn man sich dem Hochleistungsklosett nähert, öffnet sich automatisch der Deckel. Ein Deodorierer schmeichelt der Nase und die Klobrille wird gereinigt. Sobald das Geschäft beginnt erklingt eine Naturgeräuschkulisse mit Vogelgezwitscher und zu guter Schluss fährt ein Bidet aus der Toilette, der für die Intimdusche sorgt.

Japaner ziehen zu allerhand Gelegenheiten die Schuhe aus. Wenn sie eine Wohnung betreten, in den Tempel oder Schrein gehen. Doch auf die Toilette darf man nicht in Socken schlurfen. Hier werden spezielle WC-Schlappen bereitgestellt, die auf der Toilette und auch nur dort getragen werden.

Die besten Ideen kommen ja bekanntlich auf dem Klo dies liegt wahrscheinlich auch an der Einrichtung und die Art der Toilette…



Veröffentlicht von Marcus Maz am 15. Februar 2017 in der Kategorie »Allgemein« mit den

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